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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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186
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Die frisch spindelförmige, milchende, sehr große Wurzel, inQuerscheiben zerschnitten und getrocknet weiß, mit sich gegenseitigaufliegenden Ringeln (der Rinde), mit einem aus festen Bün-deln zusammengesetzten Holze, von bitterm, widrigem Geschmacke.Im Herbste einzusammeln.

Lrz-onin slba bflnir. Weiße Zaunrübe; Gichtrübe.

Lr^onis üioics flsvg. Rothbeerige Zaunrübe; Gichtrübe.

Abbild. Düsseld. Samml. offic. Pflnz. Lief. XVIll. Taf. s. u.

Lief. X. Taf. 15. 18.

Abbild. Hayne Arzn. Gew. Bd. VI. Taf. 25. u. 24.

8z-st, sexual. 61. XXI. Orfl. 8. lVIonoeoia lVIonailelpIiia.

Orcl. uslural. 6ueurkitaoeas.

Von beiden Pflanzen wird die officinelle Brponienwurzel gesam-melt; die erstere ist weit seltener, und unterscheidet sich von der hier zubeschreibenden durch einhäusige Blüthen und schwarze Früchte.

Die rothbeerige Zaunrübe wächst durch ganz Deutschland wild.

Die Wurzel (die größte von allen einheimischen Gewachsen) ist sehrstark, 4 —6 Pfund schwer, rübenförmig, nach unten verdünnt und oftzweispaltig, fleischig, außen gelblichgrau und runzlig, innen weiß. Ausihr kommen krautartige, ästige, eckige, mit einzelnen Haaren besetzteStengel hervor, die eine Länge von 6 Fuß und drüber erreichen, undsich weit um alle benachbarten Bäume und Sträucher herumschlingen. DieBlätter sind gestielt, nach einer Seite gerichtet, herzförmig, fünflappig;der mittlere Lappen länger vorgezogen und breiter, auf beiden Seiten,besonders der untern, mit kurzen steifen Haaren besetzt; die Lappen sindstumpf gezähnt, und werden gegen die Spitze des Stengels viel schmälerund spitzer. Die männlichen, blaßgelben Blüthen stehen in langgestiel-ten Trauben in den Blattwinkeln, und sind mit grünen Nerven verse-hen; die weiblichen Blüthen stehen zu 4—5 auf kurzen Stielen, einzelnoder in kleinen Dolden. Die im unreifen Zustande dreifacherige Beere,mit aSaamen in jedem Fache, von denen oft die Hälfte fehlschlägt, wirdbei der Reife schön roth, und die Scheidewände verschwinden fast ganz.

Die Pflanze hat einen eigenen, unangenehmen, bisweilen moschus-artigen Geruch; sie blüht den ganzen Sommer hindurch.

Die frische Wurzel enthält einen scharfen und bittern Milchsaft undhat einen widrigen Geruch. Durch Trocknen geht dieser und der scharfeGeruch größtentheils verloren, so daß die heftig drastische Wirksamkeitder frischen Wurzel nur noch in geringem Maße der getrockneten in-wohnt. Zum Trocknen pflegt man sie in Scheiben zu zerschneiden. Siezeigt concentrische Ringe und Strahlen, die vom Mittelpunkte ausgehen.Getrocknet ist sie schwammig, mehlig, blaßgelb und wird sehr bald vonden Würmern zerfressen.