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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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187
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Lr^onis »87

Der Saft dieser Wurzel, welcher vorzüglich in ältern Zeiten alsein stark abführendes und urintreibendes Mittel, namentlich in derWassersucht, häufig gebraucht worden, ist von Vauquelin (Berl.Jahrh, auf das Jahr 4807. S. 14.) zerlegt worden, und nach dieserZerlegung enthält die Wurzel: 4) eine eigenthümliche in Alkohol löslichebittere Substanz, welche das wirksame Princip der Wurzel ist; 2)Stärkemehl; 5) äpfelsauren Kalk mit überschüssiger Säure; 4) phosphor-srnren Kalk; 5) eine reichliche Menge Gummi; 6) eine kleine MengeZucker; 7) eine thierisch - vegetabilische Substanz; 8) holzige Faser.

Brandes und Firnhaber (Archiv des Apothekervereins rc.m. S. Z5i. und IX. S. 244.; Verl. Jahrb. XXVI. 4. S. 209.) ha-ben in 2000 Th. der Brponienwurzel gefunden: Bryonin, verbundenmit etwas Zucker, Phpteumacolla, essigs. und Lpfels. Kalisalzen, 88;Harz in Aether löslich, mit etwas Wachs, 42; Halbharz in Aether un-löslich 26; Schleimzucker mit Phpteumacolla, saurem äpfels. Kalk und äp-fels. Kali, 200 ; Gummi 2g»; Stärkemehl 40; Gelatin 50; verhärtetesStärkemehl 20; Phosphors. Bittererde und Alaunerde 10; äpfels. Bitter-erde 20; verhärtetes Pflanzeneiweiß 124; Gummoin durch Kalilauge aus-gezogen 85; durch Kali löslich gemachte ertractive, der Phyteumacolla ver-wandte Materie Z4»; Faser 845; Wasser 40»; Verlust z». 8. — 2000.

Das Bryonin (Vauquelin's bittere Substanz) ist wahrscheinlichder wirksame Bestandtheil der Wurzel. Es ähnelt sehr dem Kathartincsiehe 8enn». kolls), hat eine röthlichbraune Farbe, einen süßlichenGeruch, einen anfangs süßlichen, dann gering stechenden, und daraufaußerordentlich bittern Geschmack, zieht an der Luft Feuchtigkeit au, löstsich in Wasser und Weingeist, und diese Losung röthet Lackmus und wirddurch Galläpfeltinctur, so wie durch essigsaures Blei stark gefällt. Manerhält es am reinsten, wenn man die Auszüge der Zaunrübenwurzel mitessigsaurem Blei fällt, den Niederschlag abscheidet, dann mit Wasser an-rührt, durch dieses Gemisch Schwefelwafferstoffgas bis zur völligen Zer-setzung des Niederschlages strömen läßt, die Flüssigkeit filtrirt, zur Trockne«braucht, und aus diesem Rückstände das Bryonin mit wasserfreiem Wein-geist auszieht. Durch mehrmalige Behandlung mit absolutem Weingeisterhält man es in noch reinerem Zustande. Durch Behandlung mit rei-ner Bittererde wird daraus kein Alkaloid abgeschieden, Dulvng (Buchn.Repert. XXV. 4827. S. 7».; Brandes's Archiv XX. 4. S. 84. undTrommsd.Laschend, für 4827. S. g5.) hat, ohne, wie es scheint, die Ar-beiten von Bran des und Firnha ber gekannt zu haben, gleichfalls denwirksamen und giftigen Stoff abgeschieden. Das Bryonin ist nach ihmbrann, fast etwas klebend, von sehr bitterm, der Wurzel ähnlichem Geschma-cke, in Wasser und Alkohol auflöslich, aber unauflöslich in Aether. Es istneutral, nicht krystallisirbar; die wäßrige Auflösung wird durch Gallapfelniedergeschlagen. In der Hitze entwickelt es Ammoniak, enthält also Stick-stoff. Dulo ng glaubt diesen Stoff dem Colocyuthin anreihen zu könnench