Oslslnus
ry?
Loorur L»IÄMU5 I-inn. Gemeiner Kalmus.
Abbild. Düffeld. Samml. osfic. Pflnz. Lief. lV. Taf. SS.
Hayne Arzn. Gew. Bd. VI. Taf. Zi.
8^t. rsxusll LI. VI. Orä. 1. ttexLnäri» Monogam».
Orä. natural. ^roiäese.
Unter dem gemeinschaftlichen Namen „aromatisches Rohr" sind (Dick»,bach in Braudes's Archiv XXV. 1828. S. I 5 S-) von verschiedenen Völkernund zu verschiedenen Jetten Medicamente gebraucht worden, welche sehr ab-weichende Eigenschaften besitzen, und von Pflanzen abstammen, die geringeAehnlichkeit mit einander haben.
1) Das ar vmat isch e Rohr, H«x»/U<,<;«^cori,«7'ixoc, derälte-sten griechischen und römischen Aerzte. Dierbach stimmt dervonTrin ins ausgesprochenen Meinung bei, daß der LsIamus LrvmÄticurvern5 der Alten nichts anderes sey, als die ausgewachsene Pflanze des bloßin Indien einheimischen aromatischen Anckrvpogon tk->räu-, von welchernämlichen Grasart die jungen Halme und Rispen von den römischen Aerz»ten mit dem Namen 8cboenus oder luncur bezeichnet worden seyen, und be-merkt nur noch, daß auch ValeriusCordusden Halm des genanntenAnäi-opngon folgendermaßen beschreibe: der Geruch undGesthmack dieses aro-matischen Rohrs ist sowohl in der Wurzel als in dem Halme scharf, ange-nehm gewürzhaft, dem Seboenus oder nicht sehr unähnlich,
aber lieblicher. Dießistder Lslsmns sroin»tiou5 vorn;, denman bis weilen in den Apotheken unter denStengeln deS8guinsntliuü und der Spi'cs inäic» findet. Er kommt also zuuns, jedoch nur selten und zufällig, denn für sich wird er nicht verschickt.2)DasaromatischeRvhrderAegypterundAraber. Pros-per Alpin beschreibt sein aromatisches Rohr unter dem Namen slstsrrir. Obgleich UM! außer der von ProsperAlpin gegebenen Beschrei-bung auch noch eine Abbildung, bloß einen fruchttragenden Zweig darstel-lend, vorgelegen hat, so vermag Dierbach doch nicht die Frage zu ent-scheiden, welche Pflanze dieses Laisab ei ck-u-rlr sey, und bemerkt nur, daßsie in die Familie der Lysimachien oder Gentianeen zu rechnen seyn dürfte,s) Das aromatische Rohr vielerOfficinen einig er europäi-schen Länder bis in das i ste Jahrhundert. Dieses Arzneimit-tel kam aus Indien, und die indische Pflanze ist ohne allen Zweifel dieasiatische Varietät des Aoorur Lslsmus, der noch jetzt in Ostindien in sehrhohem Ansehn steht. 4) Das aromatische Rohr der heutigenApotheken. Der jetzt durch ganz Deutschland an Bächen, Wassergrä-ben, Teichen und Sümpfen so häufig wachsende Aoorur L-claninr ist keineursprünglich deutsche Pflanze. Als Seltenheit zog man im isten Jahrh,den Kalmus in den Gärten der Fürsten und Reichen. Aus den Gärtenwanderte die Pflanze an uncultivirte Orte, wurde einheimisch, und ist nunvöllig verwildert. 5) DieChyrayita. NachZemaire-LisaincourtistüenÜLUA Lb^rL^ita Hoxl). oder lieurlcch pnarmroesrehs der Lal«m«,