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nem Kohlensäuregehalke bestimmt iverden kann. Der MSrtel geht hierbeigleichsam in den Anstand des krvstallifirten kohlensauren Kalkes über. NachPIin ins machten die Römer ihren besten Mörtel oder Kitt ein Jahr vor-her, ehe sie ihn benutzten, so daß er sich schon zum Theil mit Kohlensäureverbunden hatte.
Die Kalkerde kommt schon in dem mit Kohlensäure verbundenen Amstände zum medicinischen Gebrauche, als Austerschalen, Krebsaugen oderKrebssteine u.s.w.,und ist sowohl in diesem als im ätzenden Austande demPharmaceuten zu vielen Präparaten unentbehrlich; so giebt der gebrannteKalk mit Wasser, in welchem er sehr wenig anflöslich ist, das Kalkwasseru. f. w. Die Kalkerde ist aber auch sür Künste, Gewerbe und Ackerbau vonder größten Wichtigkeit, in welcher Hinsicht die bereits erwähnte Anwendungderselben zum Mörtel wohl die erste Stelle einnimmt. Aber auch für denAckerbau ist sie wichtig, indem für manchen Boden die kohlensaure Kalkerdsdadurch ein Düngungsmittel wird, daß sie ihren Gehalt an Kohlensäure denPflanzen als Nahrungsmittel abtritt, dieseGasart aber begierig wieder ausder Lust einsangt, und so den Pflanzen stets neuen Nahrungsstoff zuführt;bei einem andern Boden wird die gebrannte Kalkerde dadurch zur Verbesse-rung desselben wirken, daß die vielen darin enthaltenen unzersetzten vegeta-bilischen und auch thierischen Stoffe auflvslicher gemacht und in Pflanzen-nahrungsmittel umgewandelt werden.
Der gebrannte Kalk muß in gut verschlossenen Gefäßen vor dem An-tritte der Luft verwahrt werden, damit er nicht Gelegenheit erhalte, dieKohlensäure anzuziehen, und sich wieder in kohlensauren Kalk zu verwandeln.
Au gewöhnlichen Zwecken kann der gewöhnlichegcbrannteKalk, welchendie neuere Chemie als das Oryd eines metallischen Radicals erkannt hat,angewandt werden; da dieser jedoch aus dem Kalksteine gebrannt wird, wel-cher, wie bereits erwähnt, und ivie auch die mehr oder weniger graue odergelbliche Farbe anzeigt, stets unrein ist, und Thonerde, Kieselerde, Eisen-orvd, zuweilen auch etwas Talkerde und Manganvryd enthält, so kann auchnicht ein reiner gebrannter Kalk daraus erhalten werden, sondern es, muß,wo dieser erforderlich ist, eine andere Verfahrungsweise beobachtet werden,welche im zweiten Theile bei * L»lc»ris pur» angegeben werden soll.
* Oslonäul». Das Kraut. Ringelblumenkraut.
Lslsnclula ollininslls I-inn. Eine einjährige Pflanze dessüdlichen Europas, bei uns in Gärten angebaut.
Das blühende Kraut, mit abwechselnden länglichen, an derBasis verschmälerten, stengelumfaffenden, stumpfen, etwas ge-zähnten, scharfen Blättern, mit zusammengesetzten Blumen,die Kelchblättchen gleich, die Blümchen von pvmeranzengelberFarbe, mit Saamen, die nicht mit einer Saamenkroue verse«