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Osienäuls
heu und sämmtlich einwärts gebogen sind, von starkem Gerüche.Vor der Entwickelung der Blumen einzusammeln.
Lslenclul, okkcinsli'i I-inn. Gemeine Ringelblume.
Abbild. Hayne Arzn. Gew. Bd. IX. Taf. 47.
8z-st. rexusl. 61. XIX. Orcl. 4. 8^ngeneiis neoe»»ris.
Orä. ristursl. L^nsntlierese kick. Vribur: 6or)-inl>iser«s llu».
Diese ihrer schönen Blumen wegen häufig angebaute Pflanze hat einenaufrechten, ästigen, schwach gefurchten, li—2 Fuß hohen Stengel, mitsitzenden, zerstreuten, weichhaarigen, umgekehrt-eirund-spatelförmigen, ander Basis etwas herzförmigen, ganzrandigen oder weitläufig gezähnten, amobern Theile des Stengels mehr lancettförmigen, unter der Mitte oft etwaseingezogenen, blaßgrünen Blättern. Die am Ende der Stengelverzweigun-gen sitzenden Blüthenköpfchen bestehen aus einer vielblättrigen einreihigenHülle, einem nackten Blüthenboden, auf welchem in der Scheibe regelmä-ßig-fünfspaltige zwittrige Röhrenblümchen, im Strahl zungensörmige, drei-zähnige weibliche Blumen sitzen. Scheibe und Strahl ranunkelgelb bis insPomeranzengelbe; die Blümchen der Scheibe meist dunkler. Die Akenenin dreifach verschiedener Form.
Die ganze Pflanze riecht aromatisch, aber nicht sehr angenehm, undhat einen bittern, etwas scharfen Geschmack.
Ueber das chemische Verhalten dieser Pflanze hat Schrader (Berl.Iahrb. XX. S. 4ns ) einige Versuche, Geiger (Olneristio plisrmaosu-lico - cliemics <I« Lslenlluls officinsli. Heidelberg 1818- und Berl. Jahrb-XX. S. 214.) eine vollständige Analyse angestellt, und in lyg Th. derBlumen gefunden: 1) eine durch Wägung nicht bestimmbare Menge ätheri-schen, den Geruch der Blumen besitzenden Oels; 2) eine gummige, stickstoff-haltige , mit Spuren von.äpftls. und Phosphors. Kalk gemischte Materie2,5; 5) eine eigenthümliche, schleimige oder vielmehr stärkemehlartige, inßedendem Wasser lösliche, durch Jod nicht blau werdende Materie 1,22;4) bittern, mit äpftls, und Phosphors. Salzen gemischten Ertractivstoffi9 ,is; s) salzs. Kali 0,66; 6) äpftls. Kali 5,42; 7) äpftls. Kalk 1,4/2;8) Aepfelsäure, mit Ertractivstoff innig verbunden, 6,84; 9) Pflanzeneiweiß0,625; 10) eine eigenthümliche, glutinöse, in Weingeist leicht lösliche, inAether und ätherischen Oelen unlösliche, in kaltem Wasser fast unlösliche,in siedendem Wasser etwas löslichere, durch Gallüsauszug nicht fällbare Ma-terie, deren geistige Lösung mit Wasser vermischt (durch unvollständige oderunbeendete Niederschlagung) eine Gallerte darstellt, 3,5; 11) unschmackhaf-tes Weichharz, von Salbencvnsistenz, löslich in Alkohol und Aether, vongrünlichgelber ins Dunkelgrünesich verlaufender Farbe, z,4i; 12) Holzfaser62,5. Die Asche der Holzfaser enthielt: kohlens. Kalk, vhosphors. Kalk,Eisenoryd, kohlens. Talkerde, Manganorpd und Kieselerde.