Lalenäula
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In 100 Th. der frischen im November gesammelten Blätter fandensich; etwas äpfels. Kalk balliges Gummi 0,39; etwas salzs. Kali haltigerErtractivftoff 2,64; stärkeartiger Schleim 0,05; äpfels. Kalk o,83; äpfels.Kali n,7S; salpeters. Kali 0,14; Eiweiß 0,21; verhärtetes Eiweiß 0,1;;ertractivstoffbaltige Aepfelsäure o,67; Wachs 0,35; glutinöse Materie o,54;Holzfaser 6,9; Wasser 86,69. Die Asche der Blätter enthielt: kohlens.Kalk, Phosphors. Kalk, Eisenorvd, Manganoryd, Talkerde, Kieselerde.
Skoltze (Berl. Jahrb. XXI. S. 282.) bat die in der Mitte desMonats Mai noch vor dem Blühen gesammelten Blätter zerlegt, und in48 Unzen derselben gefunden: Wasser 42 Unzen 96 Gr.; grünes Pflanzen-wachs 499, 5Gr.; Ciweißstoff 300 Gr.; äpfels. Kalk 205,9 Gr.; schwer-löslichen Ertraetivstoff 56 Gr.; salzs. Kali 83,2 Gr.; salpeters. Kali 34,1Gr.; leichtlöslichen Ertraetivstoff 1 Unze 213 Gr.; Aepfelsäure 137,5 Gr.;Gummi 65 Gr.; Myricin 5,4 Gr.; Calendulin 8» Gr.; Schleim durchKali gelöst 476 Gr.; Faser 429 Gr.; Verlust 19,4 Gr.
Die Resultate beider Analysen, in der Hauptsache übereinstimmend,bieten doch einige Abweichungen dar, zum Theil gewiß durch die verschie-dene Einsammlungszeit der Blätter herbeigeführt. So ist das Verhältnißdes Wassers in den Frühjahrsblattern etwas größer, ein weit größerer Un-terschied findet sich aber bei dem grünen Pflanzenwachse und dem Eiweiß-stoffe. Von dem ersteren ist in den Frühlingsblättern 2; Mal und vondem letzteren fast 4 Mal mehr enthalten, als in den Herbstblättern. Da-gegen enthalten die Herbstblätter an Calendulin und an Faserstoff über dieHälfte mehr, als die Frühjahrspflanzen. Der Unterschied in Rücksicht desGehalts an Salzen, besonders des salzs. und äpfels. Kalks, kann durchden verschiedenen Standort der Pflanzen bedingt seyn, da der Boden umHalle, in welchem die von Stoltze zerlegte Pflanze gezogen war, sehrreich an Salzquellen ist.
Uebrigens haben beide Analysen keine Bestandtheile geliefert, denenman bedeutende arzneiliche Kräfte zuschreiben könnte. Das CalendulinStoltze's, mit G eiger's glutinöser Materie übereinstimmend, isteineweiße, ins Grünliche scheinende, zerreibliche Masse, die unauflöslich ist imweingeistfreien Aether, ätherischen und fetten Seien, kohlens. Kalieu, Phos-phorsäure, Salzsäure und verdünnter Schwefelsäure, auflöslich hingegen inwasserfreiem oder gering wasserhaltigem Weingeiste, concentrirter Essigsäureund reinen Kalien. Die spirituöse Auflösung reagirt weder anfLackmus-noch Kurkumepapier, noch auf dieGalläpfeltinctur. Reines Wasser erweichtselbst in der Siedehitze nur diese Masse, vhne ssie aufzulösen. Das ätheri-sche Oel, dessen Menge sehr gering ist, wird bei mittlerer Temperatur fest,und scheint unbedeutend zu styn. (Buchn. Rexert. VI. S. 415.)
Die Ringelblume ist von Westring gegen krebshafte Krankheitensowohl in der Abkochung, als im Ertract empfohlen worden, jetzt aber wie-der ganz außer Gebrauch.