20- Osinxliora
Osmxkors. Campher.
Wird in Japan durch Sublimation aus den Aesten und Blät,lern von t^surus Lsm^kor» I^inn., einem dort einheimischenBaume, bereitet. In Europa wird er durch eine nochmaligeSublimation gereinigt.
Ein flüchtiges Harz, in kreisrunden, oben converen, untenconcaven Kuchen, weiß, glänzend, durchsichtig, leicht, etwasfettig, von einem eigenthümlichen starken nicht unangenehmenGerüche, von scharfem aromatischem Geschmacke, in der Lustbei mittlerer Temperatur sich völlig verflüchtigend, bei gelindemFeuer geschmolzen wie Oel fließend, angezündet ohne Rückstandverbrennend, in Wasser wenig, in Weingeist aber und auch inden Aethern und Oelen, sowohl des fetten als den ätherischen,gänzlich auflöslich.
I.suriir Osinpbors b.inn. Campherlorbeer.
Abbild. Düsseld. Sawml. offic. Pflnz. Lief. VIII. Taf. 24.
8^st, sexusl. 61. IX. Oril, 1. Lnneanchris Monogam».
Orü. natursl. b.surins!>e»
Der Campherlorbeer ist ein schöner Baum, welcher ursprünglich in Ja-pan, China, Cochinchina rc. wächst, und die Größe einer mittelmäßigenLinde erreicht.
Der Stamm ist gerade, und wird sehr stark. Die Aeste sind aufstei-gend, das Holz ist weiß und röthltch marmvrirt und von angenehmem Ge-rüche. Die immergrünen, glänzenden, eirund - länglichen, gestielten, untenweißlichen Blätter stehen abwechselnd, sind fast einen Zoll breit und dreiZoll lang. Die kleinen weißlichen Blumen sind oft getrennten Geschlechts,und stehen zu mehreren beisammen in Rispen, deren allgemeiner Blumen-stiel seitwärts oder in den Blattwinkeln entspringt, und ziemlich lang ist.Die einfache Blüthenhülle (Kelch) ist einblättrig, fechstheilig. Die 8 undmehr Staubfäden sind zusammengedrückt, kürzer als der Kelch, zum Theilunfruchtbar, mit afächrigen, sich mit einem Deckelchen öffnenden Antheren.Die Frucht, eine Steinfrucht, ist rundlich, bei der Reife schwarzroth, glän-zend und von der Größe einer Erbse.
Die Blüthezeit ist Juni und Juli, die der Fruchtreife November undDecember.
Der Campber, den Griechen und Römern unbekannt, kam erst durchdie Araber nach Europa, und wurde früher bald zu den Gummen, bald zuden Harzen gezählt; erst später wurde er, seiner physischen Kennzeichen undseines chemischen Verhaltens wegen, als ein eigenthümlicher Körper aner-kannt, der verschiedentlich im Pflanzenreiche vorkommt.