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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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lebhafte kreisende Bewegung, welches Ventnri aus der Bildung einesauf dem Wasser sich ausbreitenden und dann verdampfenden Oeles erklärt.(Eine Zusammenstellung der verschiedenen Beobachtungen und Meinungenüber die drehende Bewegung des Camphers von Schweigger- Seidelin Scbw. N. I. XIV, S. 285.)

In Alkohol löst sich der Campher leicht auf, und dieser nimmt in derWärme mehr als die Hälfte seines Gewichts auf. Das Wasser schlägt ihnunverändert daraus nieder, und zwar bei langsamern Zusetzen in kleinenblättrigen oder fadenartigen Krystallen. Wenige Tropfen Weingeist machenden Campher fähig, zu einem feinen Pulver zerrieben zu werden. Campherin Alkohol aufgelöst erhöht sehr die auflösende Kraft desselben auf den Copal.

Auch der Schwefeläther, die fetten und die flüchtigen Oele lösen denCampher auf. Concentrirte Schwefelsaure löst den Camxher leicht auf, inder gewöhnlichen Temperatur ihr gleiches, in erhöhter Wärme ihr dreifachesGewicht. Sie giebt dann eine rüthlichbraune Flüssigkeit, aus welcher, frischbereitet, das Wasser den Campher unverändert fällt. Mit der Zeit aberwird der Campber durch die Schwefelsäure zersetzt, und es entbindet sichschwefligsaures Gas. Noch schneller erfolgt diese Zersetzung, wenn man dieAuflösung der Destillation unterwirft, wo dann der Campyer in ein flüchti-ges Oel, welches im Geruch dem Lavendel - oder Pfeffermünzöl ähnlich ist,in eine gerbestoffartige Substanz, und in eine dichte sehr harte Kohle um-geändert wird. Erhitzt man Campher mit Wasser und wenig Schwefelsäure,so wird nach Büchner Lackmuspapier durch die Dämpfe gerathet. Vonder concentrirten Salpetersäure wird der Campher gleichfalls sehr leicht undschon in der Kälte aufgelöst, wobei er indeß zugleich zum Theil orpdirt wird.Die Lösung scheidet sich in zwei Schichten, wovon die obere eine gelblicheFarbe besitzt, und den uneigentlichen Namen Campheröl ( Oleum Lampdo-rn«) fuhrt. Diese enthält den Campher unverändert. Die untere farbloseFlüssigkeit hingegen enthält den Campher zum Theil schon in einem etwasorydirten Zustande. Durch Wasser wird der Campher, besonders aus derobern Schicht niedergeschlagen, löst sich aber in einer größern Menge Wasserwieder auf, welches auch bei der Schwefelsäure der Fall ist. Wird der Cam-pher zu wiederholten Malen mit Salpetersäure der Destillation unterworfen,und das Destillat so lange in die Retorte zurückgegossen, bis alles zersetztworden ist, so erhält man die zuerst von Koseg arten 1785 dargestellteeigene Säure, die Camphersäure, welchem glänzend weißen Nadeln kry-stallisirt, von der Brandes (Schiveigg. N.I. vm. 182z. S-269.) einesehr vollständige Monographie geliefert hat, und die nach B uchne r's Unter-suchungen (Repert. XV. S. 4Z2.) in ihren Salzbiidungen die meiste Aehn-lichkeit mit der Benzvosäure und mit der Korksäure hat.

Die gasförmige Salzsäure, schweflige Säure und die Flußsäure lösenden Campher auf. Die concentvirte Essig äure nimmt noch einmal so vielCampher auf, als sie selbst an Gewicht beträgt. Die erhaltene LöMgstellt eine dickliche, scharf schmeckende, leicht entzündliche und gänzlich zu