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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Osmpkors 207

verbrennende Flüssigkeit dar. Gewöhnlicher Essig löst viel weniger da-von auf.

In den Alkalien ist der Campher unauflöslich, jedoch absorbirt erungefähr ein Maß Ammoniakgas. Mit Phosphor und Schwefel läßt ersich zusammenschmelzen. Mit Jod verbindet er sich zu einer braunen, wei-chen, zerfließlichen, sowohl in Wasser als in Alkohol auflöslichen Masse.Auch im Schwefelkohlenstoffe löst er sich schnell auf; diese Auflösung ist mitWeingeist, nicht mit Wasser mischbar.

Der Campher ist leicht entzündlich, und brennt, selbst aufWasser, miteiner sehr hellen Flamme unter Ausstoßung von Rauch, aber ohne einenRückstand zu hinterlassen. Im Sauerstoffgase brennt er mit einer sehrglänzenden Flamme, eS bilden sich dabei Kohle, Kohlensäure, etwas Cam-phersäure und wahrscheinlich auch Wasser. Mit Thonerde destillirt, wirdder Campher zersetzt, und man erhält ein flüchtiges Oel von goldgelberFarbe, etwas Camphersäure, viel kohlensaures Gas und Kohlenwasserstoff-gas; in der Retorte bleibt Kohle mit Thonerde verbunden zurück. Auchwenn Campherdämpfe durch glühende Pörcellanröhren geleitet werden, erfolgtZersetzung, nur wenig Kohle wird abgesetzt, und außer gekohltem Wasser-stoffgase wird ein flüchtiges Oel gebildet, welches in Alkohol leichter auflös-lich ist, als der Campher.

Bestandtheile des Camphers

nach Th. v. Säussure

Thomson

Gobel

Ure

Kohlenstoff.

. 74,38

73,8

74,67

78,02

Wasserstoff.

. 10,67

14,4

11,24

11,38

Sauerstoff.

. 14,61

11,8

14,09

10,40

Stickstoff .

. 0,34

—

—

—

100,00

100,0

100,0

100,00

Außer diesem vom Campherlorbeerbaum gewonnenen Campher soll auchnoch in einem andern nicht gehörig bekannten Baume auf den Inseln Bor-nes und Sumatra, den Bonplandl)r^obalsnripr Lampbors nennt, undder in einer früher mitgetheilten Nachricht (BrandeS's Archiv rc. V. S.230.) nach C 0 rrea ?ter^gium leres genannt wird, eine so große MengeCampher enthalten seyn, daß im Innern desselben ganz ausgebildete Cam-pherstückchen gefunden werden. Der daraus erhaltene Campher, welcherzum Theil von selbst ausschwitzt, und dieser wird Campheröl genannt, zumTheil aus dem gefällten Baume gesammelt wird, kam sonst nie nach Euro-pa, weil er nach Japan und China gebracht wurde, wo er in einem solchenPreise stand, daß für ein Pfund bis vierzig Pfund japanischer Camphergegeben wurden. Jetzt soll dieser sumatraische oder borneosche Campher,oder auch Campher von Baros (die Residenz und Handelsstadt auf Suma-tra), auch auf den europäischen Markt kommen, weil er in Japan undChina nicht mehr so gesucht wird. Er soll weit durchsichtiger, bei seinemAnfühlen etwas weniger fettig, und stärker von Gerüche seyn als der ge-