6sniiadis
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terken Aeyrm, blattachsel - und gipst!ständig. Die Frucht ist eine eirunde,etwas gedrückte, glatte, an einem Ende stumpfe, am andern mit einemrunden Grübchen versehene braune oder grauweiße zweiklappige Nuß, welcheunter der harten zerbrechlichen Schale einen weißen süßlichen, ölig-schlei-migen Kern enthält, der mit einem branngelblichen Häutchen umgeben ist.
' Der Hanf blüht im Mai, Juni und Juli, und bringt im Septemberund October reife Saamen.
Alle Theile dieser Pflanze haben einen unangenehmen betäubenden. Ge-ruch , weshalb man die Pflanze für verdächtig hält. Bleibt man den Aus-dünstungen einer Hanfpflanzung eine Zeitlang ausgesetzt, so empfindet manbald heftiges Kopfweh, Schwindel, und überhaupt die Zufälle einer anfan-genden Berauschung. Je weiter nach Süden dieses Gewächs angebaut ist,desto ausgezeichneter treten jene Erscheinungen hervor. Die Morgenländerbereiten aus den Blättern ein berauschendes Getränk, oder machen darausverschiedene Zubereitungen, als Conserven, Pulver, Pillen u. f. w. Dieletzteren sind mit Opium, Moschus, Campher, Nieswurz w. versetzt, ziem-lich groß, und führen den Namen Fröhlichkeitspillen. Die auf den Genußdes Hanfes und seiner Zubereitungen erfolgenden Wirkungen gleichen denen,welche das Opium hervorbringt, in vieler Hinsicht, daher ist auch da§weinige Ertract von 2 Th. Hanskraut und 1 Th. Safran als Stellver-treter des Opiums vorgeschlagen worden, jedoch nur wenig in Anwendunggekommen. Auch hat die von Tschexpe in Tübingen 1821 in seiner Dis-sertation gelieferte Analyse der Hanfblätter wenig Aufschluß über die Wir-kung derselben gegeben. Die Bestandtheile derselben nämlich sind: Holzfasermit Thonerde und Schwefel; stickstoffhaltiges grünes Satzmehl mit phos-phorsaurem Kalke und kohlensaurer Magnesia; Ciweißstoff; braunes zähesGummi; drei verschiedene Ertractivstoffe; essigsaurer Kalk, Magnesia, Kalkund Ammoniak; eine Spur salzsaures Kali.
Die Saamen enthalten gegen 25 Procent fettes Oel, welches, frischbereitet, grünlichgelb ist, aber bald braungelb wird, etwas nach Hanf riecht,und einen milden, etwas den Hanssaamen ähnliche!: Nebengeschmack hat.Nach Resal färbt es sich im rothen Lichte blutroth. An der Luft trock-net es. Spec. Gew. bei -f- 12" R. o,9276. Es gefriert später, als meh-rere unsrer übrigen Oele. Bei — g° N. ist es noch völlig flüssig, bei— 12° bis — 15° R. sängt es an, sich merklich zu verdicken, bei — 22°M. erstarrt es zu einer bräunlichgelben festen Masse. Es wird gewöhnlichnur als Brennst benutzt. Die Saamen werden zu lindernden, beruhi-genden Emulsionen, vorzüglich bei entzündlichen Krankheiten der Harn-wege angewendet; doch müssen nur die von der letzten Ernte hiezu be-nutzt werden, weil sie leicht ranzig werden.
Buch olz (Gehlen'S I. V!. S. 615.) giebt als Bestandtheile in 100an: fettes Oel 19,1; Harz 1,6; Schleimzucker mit Ertractivstoff, süßlich,säuerlich, bitter, 1,6; braunes grimmiges Ertract 9,0; löslichen Ciweißstoff24,7; Holzfaser Z,o; Hülfe 58,5; Verlust 0,?.