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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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214
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6gntIlAl'iä68

Die häufige Benutzung der Saamen in technischer Hinsicht zur Gewin-nung des fetten Oeles ist bekannt. Die nach dem Pressen des Oeles zurück-bleibenden Kuchen werden zur Viehmästung benutzt.

6antl,sr-iäk8. Spanische Fliegen.

iVIelos ve8lostoi'ius sstt vssiestoria k'sdricü.

Ein Jnsect, welches im mittlern und südlichen Europa an-getroffen wird.

Käfer-Jnsccten, 6 —8 Linien lang, von einer grünlich-gold-gelben Farbe, glänzend, mit schwarzen fadenförmigen Fühlern, vonunangenehmem Gerüche, mit einem scharfen Princip begabt. Siekönnen im Monat Juni oder Juli, wahrend sie die Esche, denFlieder und Liguster (Nheinweide) heerdenweise abfressen, gesam-melt werden. Sie müssen vorsichtig aufbewahrt werden.

Die Gattung der Käfer, zu welcher die spanische Fliege gehört, ent-hält mehrere Arten, welche sich in ihrer Größe, Farbe und andern nichtsehr wichtigen Merkmalen unterscheiden, die aber alle, in einem verschiedenenGrade, blasenziehende Kräfte besitzen. Von den Alten wurde lVl^Ial-rirCichorii angewendet, und dieses Jnsect wird auch jetzt noch im Orient, inGriechenland, Italien, besonders in Neapel, als blasenziehendes Mittelbenutzt. Die Kantbaride der Chinesen ist lVl^Isbrir purtulata. Die beiuns gebräuchliche, oben angegebene Art, welche eine der wirksamsten zu seynscheint, und in den wärmern Ländern, in Spanien, Frankreich, Sicilienund im südlichen Deutschland sich in Menge findet, ist länglich -rund, 6 bisio Linien lang, und 2 — 3 Linien breit, von glänzend goldgrüner, bei ei-nigen ins Bläuliche spielender Farbe, mit ganzen hornartigen Flügeldecken,unter denen die braunen häutigen Flügel liegen, schwarzen Füßen und zweischwarzen gegliederten fadenförmigen Fühlhörnern. Sie haben einen starkeneigenthümlichen, ekelhaft süßlichen, einigermaßen betäubenden Geruch, deraber bei den getrockneten schwächer ist als bei den lebendigen. Der Ge-schmack ist anfangs schwach harzig, hernach scharf brennend, beinahe fres-send. Der starke Geruch zeigt ihre Nähe an, und ist beim Einsammelnderselben der sicherste Wegweiser.

Die Einsammlung geschah vormals vorzüglich in Spanien, daher ihrauch jetzt noch beibehaltener Name; jetzt geschieht sie aber nicht nur in vie-len andern Ländern, sondern auch bei uns, wozu heiße und trockne Sommerbesonders günstig sind, auf folgende Weise. Gegen die Zeit der Sommer-sonnenwende, also im Juni und Juli, fallen diese Inletten gewöhnlich HEfenweise auf die Pappeln, Rheinweiden, Nosenstöcke und vorzüglich auf dieEschen ein, nach Zier vorzüglich auf Oonicera lsrtarica, aufkrsxmu!,dann auf Oigcutrum vulgäre, auf perslosund vulgär,!,