t^sntlisi'icles
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von welchen sie das Laub verzehren, und es ist vann gefährlich, unter die-sen Bäumen zu schlafen. Vor Sonnenaufgang, wenn sie durch die Kühleund Feuchtigkeit der Nackt noch erstarrt sind, schüttelt man, nachdem manGesicht und Hände bedeckt hat, die Bäume, unter welchen zum Auffangender spanischen Fliegen Tücher ausgebreitet werden. Sie werden in einemleinenen Säckchen oder in einem Siebe durch Essig- oder Schwefeldampfgetödtet, und in einer warmen Stube getrocknet. Bei dem Trocknen ver-lieren sie viel von ihrem Gewichte, so daß alsdann ungefähr 50 auf einQuentchen gehen. Zum medicinischen Gebrauche sind die kleinern vorzuziehen.Bisweilen findet man unter ihnen einzelne Eremplare von einem dunkelgrü-nen, etwas goldfarbenen Oraml-^x, welcher Käfer sich aber durch seineGröße, durch die dickern Fühlhörner, und besonders leicht durch den auf.beiden Seiten mit einer Art von stachelförmigen Hervorragung versehenenBrustschild unterscheiden läßt.
Die seit Kurzem in den Handel gekommenen ostindischen Kanthariden,I^us coerules, haben ganz die Form und Größe der gewöhnlichen spani-schen Fliegen, ihr ganzer Körper aber, auch die Flügeldecken, ist dunkelblauund nur am vordern Theile des Unterleibes roth. Eine ziemlich vollstän-dige Beschreibung derselben, in so weit es nämlich die unvollständigen Erem-plare verstatteten, ist von Hrn. Dr. Leuckart gegeben in Geiger'sMagazin, August 1825. S. 152.
Von den amerikanischen Aerzten wird als blasenziehen-
des Mittel gebraucht. Aber auch mehrere andere Käfer besitzen diese bla-senziehende Eigenschaft, als der Zwitterkäfer und Maikäfer (Molos pro-rcsrskseur, M. m<>),Iis), der siebenpunktirte Blattlauskäfer oder Svnnen-käfer (Loevinells reptsmpunvtLt«) und der gemeine Reizkäfer (IVk^lsbrir),(Bretonneauüber die blasenziehenden Eigenschaften einiger Jnst-cten ausder Familie der Kanthariden in Brandcs's Archiv XXV. S. 527.)
Die Kanthariden sind schon von Neuma nn dem damaligen Standeder Wissenschaft gemäß untersucht worden. Das über sie abgezogene Wasserhatte einen widerlichen Geruch; die durch Wasser erhaltenen Ertracte wa-ren gallertartig, ohne blasenziehende Kräfte, sie schimmelten nicht. AlleKraft war in den geistigen Auszügen. Später sind die Kanthariden ge-nauer untersucht worden, so von den französischen Aerzten Tho u v en elund Beaupoil (Berl. Jahrb. 1804. S. 99.). Thouvenel erhielt ver-mittelst der Behandlung mit Wasser und Weingeist: i) ein rothlichgelbesErtract, welches eine mit Schärfe begleitete Bitterkeit besaß, die der derAmeisen ähnlich, jedoch nicht so sauer war; 2 ) eine andere weniger dunklegelbe Substanz, die fast unschmackhaft war; 5) eine fette grüne Materie,die einen scharfen Geschmack und den den Kanthariden eigenthümlichen Ge-ruch hatte; 4) endlich Zellgewebe. Beaupoil giebt das Verhältniß derBestandtheile in einer Unze gut getrockneter Kanthariden folgendermaßenan: t) eine schwarze in Wasser auflösliche ertractartige Materie i Dr.2 Gran; 2 ) eine gelbe, ebenfalls in Wasser auflösliche Materie, welche von