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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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216
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Lsnstksniäos

der erster» durch Alkohol abgeschieden wurde, i Dr. 2 Gr.; ri eine grüne,auf beigem Wasser flüssig werdende und darauf schwimmende, in Bether undAlkohol auflösliche Materie ! Dr. 8 Gr.; 4) häutigen Rückstand 4 Dr.Z6 Gr.; Säure, der Phosphorsäure ähnlich, unbestimmt; 5) phosphorsau-ren Kalk 12Gr., kolflensKalk 2, schwefelst und sahst Kalk4, Eisenorvd2 Gr. Nach seinen phpsiologischen Versuchen schließt Beaup 0 il, daß dieKanthariden zwei Principe enthalten, die gemeinschaftliche Eigenschaftenbesitzen: das eine, die grüne Materie, schränke seine Wirkung bloß daraufein, daß es auf der Haut Blasen errege, ohne noch andere Wirkungen aufdie thierische Oekvnvmie auszuüben; das andere Princip, die ertractartigeMaterie, besitze doppelte Eigenschaften, nämlich Blasen zu ziehen und indas Kreislaufsystem einzugehen. Der gelben Substanz schreibt der Verfassergleichfalls eine sehr kräftige blasenziehende Eigenschaft zu.

Robiquet's Untersuchungen (Trommsd.I.XX.2. S. 2S7.undinSchw. I.IV. S. i98. dargestellt von Bach mann) gewähren befriedigen-dere Resultate. Der Verfasser hielt es für unwahrscheinlich, daß drei ver-schiedene Substanzen sowenig verschiedene Eigenschaften besitzen sollten, undvermuthete vielmehr, daß die so merkwürdige Wirkung der spanischen We-gen bloß einer einzigen Materie zukommen müßte. Er kochte mit destillir-tem Wasser aus. Das Decoct war rothbraun, röthete das Lackmus, undzeigte die blasenziehende Eigenschaft in sehr hohem Grade. Das Auskochenwurde wiederholt, bis es nichts mehr aufnahm. Die Decocte wurden zumErtract abgeraucht, welches durch Alkohol in zwei ganz unterschiedene Tbeilegetrennt wurde: der eine war schwarz und unauflöslich, der andere gelb,zähe und sehr auflöslich. Dieser in Alkohol auflösliche Theil war starkblasenziehend ; Robiquet zog also die schwarze Materie wiederholt mitkochendem Alkohol aus, so daß die rückständige Masse nichts Blasenziehen-des mehr enthielt. Der durch Weingeist ausgezogene gelbe Stoff wurdemehrere Stunden in einer hermetisch verschlossenen Flasche mit Schwefel-äther, derimAnfange keine Wirkung zu äußern schien, geschüttelt, wobeijener Stoff sich erweichte, und der Aether eine schwach gelbe Farbe an-nahm. Bei dem allmäligen Verdunsten des Aethers an der Luft schiedensich kleine klimmerartige Plättchen ab, die mit Tröpfchen von einer gelbli-chen Flüssigkeit verunreinigt waren, von der sie aber durch kalten Alkoholbefreit werden konnten. Die auf Druckpapier getrockneten Blätter wurdenin kochendem Alkohol aufgelöst, und fielen in krystallinischer Gestalt darausnieder. Diese Plättchen besitzen die blasenziehende Eigenschaft im concentrir-testen Grade, und müssen als das eigentliche wirksame Princip der Kautha-riden angesehen werden, welches man Kantharidin genannt hat. Es ist inden Oelen in allen Verhältnissen auflöslich, und macht diese auffallendätzend, so daß einige Atome davon in Mandelöl aufgelöst und auf die Hautgelegt binnen wenigen Stunden Blasen ziehen. Bei einer Vergiftung mitKrntbariden ist also Oel durchaus zu vermeiden.

Um den Kanthariden das blasenziehende Princip zu entziehen, ist es