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des Weingeistes ein flüssiges Harz von brennend scharfem und sehr lange an-haltendem Geschmacke hinterließ. Die Asche von den Paradieskörncrn undauch von denkleinenCardamomen enthältKupfer (Bcrl. Jahrb. 1819. S.tm).
Diese Saamen werden nur zum Räuchern angewendet, oder auch un-erlaubter Weise, um dem Branntwein, dem Essig rc. eine trügerischeSchärfe zu geben.
6arZuu8derl6äictu8. Das Kraut. CardohencdictenkrM.
Lsntsurea ksrrsitiota Eine einjährige Pflanze, aus denInseln des Archipelagus, in medicinischcn Garten angebaut.
Das blühende, sehr bittere Kraut, mit sitzenden, buchtighalb-gefiederten, gezähnten, etwas dornigen, weichhaarigen Blättchen,mit zusammengesetzten Blumen, die Röhrenblümchen gelb, derKelch mit verschanzenden spinnenwebenartig-filzigen Nebenblät-kern. Sogleich nach Entwickelung der Blumen einzusammeln.LenlLursabeneäi<:iLHn.Cardvbenedictenkraut;Benedictenflockeii-blume.
8gmon. Lnlous henellictur Spreng.
Abbild. Hayne Arzn. Gew- Bd. VII. Tast 54.
8^rt. rexusl. LI. XIX. Orü. Z. 8)-ngene!la IruLiranes.
Orü. naiural. 8)-NLNlI>erese Laräusceae klick. r. 6i-
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Diese sehr geschätzte Arzneipflanze wächst in den südlichen Ländern Eu-ropas, in Frankreich, Spanien und Griechenland wild; bei uns wird siein Gärten gebaut.
Die Wurzel ist einjährig, ästig; der Stengel aufrecht, etwas eckig,röthlich gefärbt, vom Grunde an in viele lange, abstehende Aeste zer-theilt, und überall mit langen, krausen, weißen, etwas klebrigen Haa-ren bedeckt. Die Wurzelblatter, die ungefähr einen Fuß Länge erreichen,laufen in einen Blattstiel herab, sind gefiedert - zerschnitten mit entferntenbuchtig-gezahnten Abschnitten. Die Stengelblätter sind sitzend, die obernetwas herablaufend, an der Basis breiter, gegen die Spitze buchtig ausge-raubet und gezahnt; alle sind mit ähnlichen Haaren wie der Stengel, undam Rande mit kleinen Dornen verselM. Die Blüthen sitzen an den Spitzender Zweige zu Blüthenkvpfchen vereinigt, welche bestehen aus einer eiför-migen Hülle, aus vielen dachziegelförmig übereinander stehenden Schuppenvon verschiedener Gestalt, anliegenden eiförmig-länglichen Blättchen, derenSpitzein eine abstehende mehr oder weniger fein gefiederte Dornensxitze über-geht ; der Blüthenboden, mit bvrstenartigen Haaren bedeckt, trägt 20 — 2;gelbe Röhrenblümchen; die in der Scheibe sind Zwitter, die des Strahlsweiblich.
Der Saamen ist etwas gekrümmt, gerippt, gelblichgrau, von oben