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mit einer Bürste von steifen Borsten umgeben, einen süßen weißen Kernenthaltend.
Es ist nicht gleichgültig, auf welchem Boden und auf welchemStandorte man diese wirksame Pflanze zieht. Sie wird, wie Wieg-m-an n bemerkt, am heilkräftigsten auf sandigem und magerm, aber derEinwirkung des Sonnenlichts sehr ausgesetztem Boden. Die beste Zeit,das Kraut zu Species oder wohl gar zum Pulverisiren zu sammeln,ist dann, wenn es nur 4 große Blätter und noch keinen Trieb zurBildung der Blüthe hat, weil es sonst stenglig und das Pulver haarigwird. Heilkräftiger und zum Ertracte tauglicher wird es aber, wennMan es zur Zeit der Eröffnung der Blume abschneidet. Es verliertbeim Trocknen bis L an Feuchtigkeit. Der Geschmack ist im hohen Gra-de rein bitter. 8 Pfund getrocknetes Kraut geben 3<i Unzen wäßrigesErtract, aus welchem sich mit der Zeit Salpcterkrystalle auszuscheidenpflegen. Wieg mann erhielt durch Auskochen aus einem Pfunde vondem jungen saftigen Kraute s Unzen, aus einem Pfunde von dein biszur Entwickelung der Blüthe gelangten Kraute nur 4 bis 4z Unze vondem vorigen durch mehr Bitterkeit und salzigen Geschmack verschiedenesErtract.
Der kalte Ausguß der Blätter laßt nach dem Verdunsten einen ansehn-lichen Niederschlag fallen, der nach Svltmann's Versuchen (Berl. Iahrb.1815. S. 86.) größtentheils aus Gyps besteht. Aus looo Gran trocknenKrautes erhielt Hr. S. 45 Gr. eines grünen weichen Harzes; 1Z5 Gr. Ex-traktivstoff ; 85 Gr. Schleim und Gummistoff. 8. 283 Gran. Von
Salzen enthält das Kraut noch eine ziemliche Menge essigsaures Kali, wel-ches die Ursache ist, daß das aus dem Kraute bereitete Ertract die Feuch-tigkeit aus der Luft anzieht. Nach N or i n (Brandes's Archiv XX lv) S.185.) enthält das blühende Kraut eine eigenthümliche bittere Materie, inAlkohol, Aetber und kochendem Wasser, nicht in fetten Selen auflöslicy;Grünharz; fettes Oel; Halbharz; ätherisches Oel; Schleimzucker; Gum-mi; Eiweiß; äpftls. Kali; mehrere Mineralsalze; Spuren von Schwefel.
Die Wirksamkeit dieser Pflanze liegt in den bittern ertractiven undsalzigen Theilen, daher schon ein kalter wäßriger Aufguß die wirksa-men Theile auszieht. Die Abkochung soll dem Magen mehr widrig undbisweilen selbst brechenerregend seyn. Am gebräuchlichsten ist das Ertract,welches die wirksamen Theile in sich vereinigt enthält.
Selten sind noch im Gebrauche die Blätter der Mariendistel (Larckuu,lVIsrlanu- Hayne Arzn. Gew. Bd. VlI. Taf. 31.1 aus derselben Classeund Ordnung, die groß, breit, weiß gefleckt, sehr tief gezackt und amRande stachlig sind. Die Blume besteht aus purpurrothen Blümchen. DieSaamen, Stechkörner oder Slichkörner (Semen Laräui Maris«) sind cy-lindrisch, platt, und enthalten unter einer braunen glänzenden Rinde einenweißen und süßen Kern.
Dulk' s preuß. Pharmak. I. z g