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Ositiiamus
gefiedert zerschnitten, mit einem nierenförmig-ausgehöhlten, am Grundebreiten und dornigen Blattstiele. Die Fiederblättchen sind aufgerichtet,steif, gefaltet und in zwei lancettförmige Lappen getheilt, die wieder inungleiche mit dornigen Spitzen bewaffnete Zähne eingeschnitten sind. Zwi-schen diesen Blättern erscheint der Blumentopf, der oft drei Zoll und drüberim Durchschnitt beträgt. Die Schuppen der Hülle(LnI^x oommunir), welchedie Blume umgeben, sind gleich breit, bleichgelb und glänzend wie Perl-mutter. Die Scheibe der Blume ist weiß. Die Kelchschuppen der abgeblühtenBlumen sind hygroskopisch; bei bevorstehendem Regen und feuchter Luft schlie-ßen sie sich/wogegen sie sich bei trocknem Wetter von einander entfernen.
Diese Eberwurzart variirt mit einem einen halben bis ganzen Fuß langen,mit Blättern besetzten rothbraunen Stengel. (6srIm-> »csi-Ii- osuieroem.)
Die Wurzel ist einen Fuß lang und etwa einen Zoll dick, runzlig,faserig, und, wie sie im Handel vorkommt, in dünnere Z —4 Zoll langeStücke zerschnitten, außerhalb braun, innerhalb hellgelb, fleischig, riechtunangenehm, etwas gewürzhaft, und hat einen scharfen, sehr bitternGeschmack. Im frischen Zustande giebt sie einen Milchsaft von sich.
Die Wurzel enthält ätherisches Oel; aus 2 Pfunden erhielt ich SüGran eines bräunlichgelben, dicklichen, im Wasser zu Boden sinkenden,ätherischen Oeis von brennend gewürzhastem, bitterlichem Geschmackeund unangenehmem Gerüche. Die Abkochung der Wurzel röthet dasLackmuspapier, und braust mit Kali gelind auf. Salzsäure Kalkerdeerzeugt darin Trübung und nach einigen Stunden einen Niederschlag,der durch Salpetersäure vollkommen wieder aufgelöst wird; auch essigsau-res Bleioxyd erzeugte einen in Salpetersäure wieder aufföslichen Nieder-schlag, es war demnach Phosphorsäure vorbanden. Essigsaurer Barytbewirkte einen Niederschlag, schwefelsaures Silber keine Trübung. Schwe-felsaure Eisenauflösung macht hie Farbe der Abkochung merklich dunkler undnach einiger Zeit setzt sich ein grauer Niederschlag ab; Galläpseltinctur ver-ursacht aber weder eine Farbenänderuna noch einen Niederschlag. Die ein-gedickte Abkochung zeigt Spuren von Ammoniak und enthält auch Salpeter.
Sie wurde sonst als Harn - und schweißtreibendes Mittel empfohlen,ist aber jetzt, vielleicht mit Unrecht, außer Gebrauch gekommen, undwird nur noch zur Vieharznei benutzt.
** 6sr-tlrAlnu8. Die Blumen. Saflor.
tinotoriue Imnn. Gemeiner Saflor,
Abbild. Düffeld. Sammt, offic. Pflnz. Lief. !>. Taf. 18.
8^st. 5exusl. LI. XIX.. Orfl. 1. seguslis.
Orä. nstursl. 8^nsntl>erese Ivicli. Drib. Linsrocephalae llmr.
Diese einjährige Pflanze, nicht weniger merkwürdig durch ihren zierli-chen Wuchs und Schönheit ihrer Blumen, als durch ihren vielfachen Nutzenin mehreren Künsten, vorzüglich in der Färbekunst, wächst in Aegppten undHstindien, auch in Kram und bei 2stna auf sonnigen Wiesen, und wird