2^>4
Bei der Destillation mit Wasser giebt die Nelkenwnrzel nur wenigeTropfen dickliches ätherisches Oel, welches nach Ninnmann im Was-ser zu Boden sinkt und angenehm nelkenartig riecht. Außer den harzigenund schleimigen Theilen enthält sie auch vielen Gerbestoff, so daß siezum Gerben gebraucht werden kann.
Nach Trommsdorff (N. I. H. i. S. 53.) enthalten tonn Th.der trocknen Wurzel: flüchtiges Oel, grünlichgelb, butterartig, mulstrigriechend, o,59; fast geschmackloses Harz 40,00; eisenbläuenden Gerbestoff,in absolutem Weingeiste und Aether, 100,00; Gerbestoff, in Wasser,nicht in Weingeiste, löslich 510,00; durch Natron ausgezogenen gum-miartigen Stoff, 158,00; durch Natron ausgezogenen bassorinartige»Stoff gr,oo; Holzfaser 500,00. 8. — 1000,59.
Die Wurzel gehört zu den tonischen und adstringirenden Mitteln,ist auch als Chinasurrogat empfohlen worden. Sie wird in der Abko-chung, auch in der Pulverform gegeben. Bei Bereitung dieser letzter»ist es zweckmäßig, die frisch gesammelte und sorgfältig getrocknete Wurzelsogleich zu pulvern und das Pulver in sorgfältig verschlossenen Gläser»aufzubewahren, wo es dann die kräftigste Form der Anwendung seynwird. Man zieht zum Arzneigebrauche den dicken Theil der Wurzel vor.
In einem Säckchen ins Bier gehangen, soll die Wurzel demselbeneinen angenehmen Geschmack ertheilen, auch das Sauerwerden desselbenverhüten.
6srz-0s)IiMi. Gewürznelken.
sromslivus IHnn. ssu ItluAenin osrzropsi)rll»!a
Ururrbsi-KÜ. Ein Baum Ostindiens, auf den molukkischenInseln häufig.
Die Blüthenknospen mit dem viergezähnten Kelche, braun-schwarz, von scharfem aufs höchste gewürzhastem Geschmacke undsehr angenehmem Gerüche.
Osr^oplizstliir »romstieur l.inn. Gewürznelkenbaum.
Lugeni» osr^opIi^IIsiL Dliunk.
Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lief. Xlll. Taf. L.
Hayne Arzn. Gew. Bd. X. Taf. 58.osxusl. 6!. XII. Orck. 1. loosLnstria lVIonogz-niu.
Orcl. nretursl. IVI^rtscess.
Dieser schöne und zierliche Baum, denRumpf „srl>or omnium pr->o-rtunti«iin», eIeßÄNti55ims st pretioriisima" NSNNt , ist ursprünglich <nssden molukkischen Inseln, und zwar besonders aus der kleinen Insel Makianeinheimisch, von wo er zuerst auf andere vstindiscbe Inseln, besondersAmboina verpflanzt wurde und später auch nach der Insel Bourbon, Mau-ritius, nach den Antillen und Cajenne gelangte, wo er aber eine sorgfältige