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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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244 Lass!« ornnsmome» (Oleurn)

mit Gewißheit angeben, daß die sogenannten Iirnmtblüthen die nnreiftnFrüchte einer ostindischen, aber höchst wahrscheinlich nicht auf Ieplonvorkommenden Art von Oaurui sind. Man hat dieselben für die un-entwickelten von dem Kelche eingeschlossenen Bütbenknospen, den Kreide-nelken ähnlich, gehalten, aber man findet im Innern des Kelches diekleine, mehr oder weniger entwickelte Frucht.

Die Iimmtblükhen, wie. sie im Handel zn uns kommen, sind vonbraunrother oder dunkelbrauner Farbe, und bestehen aus einem mehroder weniger geöffneten oder kugelrunden, gerunzelten, festen Kelche,welcher sich ällmälig bis zum Blumenstiele, der gewöhnlich noch gegen-wärtig ist, verschmälert, und in feinem Innern die kleine Frucht, wel-che bitterlich, kugelrund, oben gelbrothlich und glatt, unten braun undrunzlig ist, enthält. Geruch und Geschmack sind der Zimmtcassia ähn-lich , doch ist der letztere minder zusammenziehend.

Ihr Pulver ist etwas dunkler als das des ächten Zimmts und selbstder Zimmtcassia. Man vermischt sie mit solchen, von welchen das ätheri-sche Oel schon abdestillirt ist, die zwar in Farbe und Gestalt der ächtengleichkommen, aber fast ohne allen Geruch und Geschmack sind.

Mit Wasser destillirt geben sie ein milchiges, stark zimmtartig rie-chendes uNd schmeckendes Wasser, und ein Oel, welches die größte Aehn-lichkeit mit dem Zimmtöle hat. Der wäßrige Aufguß ist gelblichroth,von Zimmtgeruche und einem süßlich aromatischen Geschmacke ohne allesHerbe, Die geistige Tinctur ist dunkel braunroth, von scharfem, etwasherbem Geschmacke, Und hat den eigenthümlichen Aimmtgeruch.

Die ZimMtblüthen werden wegen ihres größer« Oelgehaltes biswei-len zur Bereitung des Aimmtwasserü gebraucht, welches dann eine»schärfer« Geschmack hat.

Th. Martins giebt als Ursache der jetzt im Handel vorkommen-den schlechten Aimmtblüthen an, daß eine Sorte aus England gebrachtwerde, die nicht etwa bloß des ätherischen Oeles durch Destillation be-raubt, sondern die gar keine Aimmtblüthen, vielmehr höchst wahrschein-lich die noch geschlossenen Kelche einer lVl)-rlus sind, daher ihr Geruchunbedeutend pimentartig, und der Geschmack schwach cubebenartig bitter-lich ist. Sie sind nicht so runzlig wie die ächten,

6 S 88 IÄ 6MN«M0IN6Ä. Das Oel. Aimmtcüsslttiöl.

Wird in Ostindien aus der Aimmtcassta durch Destillation be-reitet.

Ein gelbes, hernach in die braune Farbe übergehendes äthe-risches Oel, von angenehmem Gerüche, süßem brennendem Ge-schmacke, schwerer als Wasser. Spec. Gew. ^ 1,071. Ver-werflich ist das dünnere, aus den Zimmtblüthen destillirt« Oelvon weniger gesättigter Farbe und weniger angenehmem Gerüche.