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Die aus Ostindien kommende Röhrencassie, die länger und dicker istals die aus Westindien, sich langer hält, auch ein viel süßeres Mark ent»hält, ist vorzuziehen. In diesem gelind abführenden Marke liegen dieschwachen arzneilichen Kräfte der Röhrencassie. Vauguelin fand in dem-selben: varenchymatöse Materie; Gluten; Pflanzengallerte, in heißem Was-ser auflöslich und beim Erkaltend» einer zitternden Masse gerinnend; Er-tractivstoff; Gummi; Zucker.
Durch Kochen mit Wasser, Durchschlagen und Eindicken wurde dassonst gebräuchliche Cassienmark, kulpa Lar-iae, bereitet, welches leichtschimmelt.
6«8tor'6um. Bibergeil.
Oastor k'ilinr I,inn. Ein in Europa und im nördlichenAsien vorzüglich an den Ufern der Flüsse wohnendes Thier.
Eine animalische Substanz, frisch weichlich, gelb, ausgetrochnet fest, zerreiblich, bräunlich, mit dünnern Häutchen durch-,'webt, von eigenthümlichem widerlichem Gerüche, von schärfst-chem bitterlichem Geschmacke, in zwischen dem After und denGeschlechtstheilen befindlichen Beuteln abgesondert. Es wird ausRußland, auch aus Polen,, Preußen oder Deutschland gebracht,in diesen fast kugelrunden Beuteln, von der Große eines Hühner-eies oder größer, getrocknet lederartig, in der Mitte hohl, braun-schwarz. Es muß nicht vermengt werden mit dem weiter untenzu beschreibenden Canadischen Bibergeile.
" tlastorenm Oansäenso. Englisches Bibergeil.
Lastor l?il,er IFnn.
Eine animalische, frisch etwas weiche, gelbe, ausgetrocknet feste,zerreibliche, gelbbraune Substanz, von eigenthümlichem wider-lichem Gerüche, schärflichem bitterlichem Geschmacke, in länglichen,kleineren als diejenigen, welche aus Sibirien gebracht werden,getrockneten, in der Mitte hohlen Beuteln abgesondert. Mausehe darauf, daß es nicht mit künstlichen Beuteln, aus einer har-zigen und mit Häuten umwickelten Masse verfertigt, verwechselt werde.
Dierb ach hat Beiträge zur Geschichte des Bibergeils (Brandes'sArchiv XX!. i. S. 29.) gegeben; nach diesen gebort das Bibergeil zu denfrühesten Medicamenten. Schon Herodot spricht von dem Bibergeil, undHippokrates bediente sich öfter desselben.