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6»!torkiber !.;»». Gemeiner Biber.
Abbild. Brandt u. Ratzeburg Darst. und Beschreib. Heft I. Las. 5.
Der Biber gehört zur Classe der Säugethiere (iviammslis) , zur Ord-nung der Nager (01,und zur Familie der Biberähnlichen (Osrkoi-M»).
Der Biber war sonst weiter südlich verbreitet, jetzt lebt er nur nochauf der westlichen Seite der nördlichen Halbkugel, innerhalb 33-65°,und auf der östlichen zwischen 36 - 67 °. Aber auch in diesen Grenzenwird er mit der wachsenden Cultur immer mehr zurückgedrängt. Er be-wohnt mit mehreren gemeinschaftlich die öden Gegenden Sibiriens und §a-uadas. Man trifft auch in Rußland, Polen, Deutschland und FrankreichBiber an, sie haben aber in diesen Landern keinen festen Aufenthalt, lebeneinsam und äußern jene gepriesene Kunstfertigkeit nicht, welche sie ohneZweifel bei einem ruhigern Leben eben so gut entwickeln könnten, wie imNorden von Asien und Amerika. Dort leben die Biber den Sommer übereinsam in Höhlen, welche sie sich in der Nähe der Flüsse in die Erde gra-ben. Gegen den Winter versammeln sie sich aber in Haufen von 2 —3vo,und suchen sich einen schicklichen Platz aus, um daselbst ihren gemeinschaft-Uchen Wohnsitz aufzuschlagen, Dieses geschieht immer gegen das Ufer hinin einem See oder Flusse, welcher so tief ist, daß er nicht his auf denGrund zugefriert. Wenn es ein ruhiges stehendes Wasser ist, so errichtensie ohne weiteres ihre Wohnungen an dem Ufer; wenn es hingegen einfließendes Wasser ist , welches zuweilen anschwillt, so führen sie vor allenDingen querdurch einen starken Damm aus Baumstämmen, Zweigen,Steinen nnv gekneteter Erde auf, welches alles mit einem festen Ueber-zuge überwerfen wird. Dieser Damm steht immer senkrecht gegen den Laufdes Flusses, und hat gegen die Strömung eine starke Böschung, so daßderselbe oben höchstens 2 Fuß im LAuerdurchmesser hat, auf dem Grun-de aber to— 12 Fuß dick ist, wodurch er eine große Festigkeit erhält.Sobald der Damm fertig ist, bauen die Biber ihre Wohnungen darauf,welche aus den nämlichen Materialien bestehen, und mehrere Stockwerkeenthalten, die groß genug sind, um 8 — 10 von ihnen aufzunehmen. Allediese Arbeiten werden bloß des Nachts vorgenommen, und gehen miterstaunenswnrdiger Schnelligkeit vor sich, und doch haben die Biberkeine andern Werkzeuge, als ihre Zähne, ihre Nägel und ihren Schwanz.Wenn sie ihre Hütten vollendet haben, so tragen sie einen Verrath vonRinden für den Winter ein, und verschließen sich in denselben.
Die größten Biber messen von der Schnauze bis zur Spitze des Schwan-zes z —4Fuß in derLänge, und gegen die Brust 12 —15 Zoll in derBreite. Der Kopf ist gleichsam viereckig, die Schnauze verlängert; in je-der Kinnlade sitzen 10 sehr lange und scharfe, scheerenförmig gestellte Zähne,nämlich nach vorne 2 Schneidezähne und auf jeder Seite 4 Backenzähne.Die Haut ist mit zweierlei Haaren besetzt, zuerst mit grauen, kurzen, sehrfeinen und dicht stehenden, dann mit braunen, längern, festem und dünnerstehenden, welche bestimmt sind, die ersteren vor Koth und Schmuz zu