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den sich «der auch dicke und sehr dicke Röhren gan; ohne Borke (unbe-deckt). Die Fachen Stücke bestehen größtentheils nur aus Splint. Beifeinen und Mittelröhren erreicht die Borke etwa z, bei dicken aber oftdie Hälfte der ganzen Dicke. Bei einigen sehr dicken Röhren und rin-nenformigen Stücken findet sich zuweilen sogar, daß die Borke §, derSplint hingegen nur s der ganzen Dicke beträgt. In einem solchen Fallekann man an der Borke oft deutlich s bis 8 verschiedene Lagen bemerken.
Die Oberfläche ist in der Regel bei allen Röhren sowohl mitLängs-runzeln und Längsfurchen, als mit Querriffen bezeichnet; im Ganzenherrschen aber immer die Querrisse vor. Diese Querriffe, welche oftganze Cirkel um die Röhren bilden und nie fehlen, haben gewöhnlicheinen ziemlich aufgeworfenen Rand, und gehen bei vielen mittlern undallen dicken Röhren und flachen Stücken so tief, daß sie meistens aufdem Splinte noch zu bemerken sind. Auf den feinen und einigen Mit-telröhren sind die Querrisse oft nur schwach, stehen aber einander meistsehr nahe. Daß bei der ktegia die Borke leicht abspringt, beweisen dieso häufigen unbedeckten Stücke, welche zugleich zeigen, daß außer denQuerrissen auch die Längsfurchen zuweilen Spuren hinterlassen.
Die Färbe wird bei der theils durch die Oberbaut, theilsdurch die häufig darauf vorkommenden Flechten bestimmt; die der Ober-haut wechselt zwar zwischen Milchweiß und Blaulichgrau; im Ganzendominirt aber das letztere. Auf solchen Stellen, denen die Oberhautfehlt, hat die Borke gewöhnlich eine etwas rußbraune oder fast leber-braune Farbe. Die Oberfläche des Svlintes wechselt in der Färbung, so-wohl bei den Röhren, wo die Borke fehlt, als bei den unbedeckten flachenStücken zwischen dem Iimmtbraunen und dem dunkel Rostbraunen ab.Die auf der ksegia vorkommenden Kryptogamen geben dieser Sorte hinund wieder ein sehr scheckiges Ansehen, und färben solche abwechselndund stellenweise gelblichweiß, weißlichgrau, aschgrau und schwärzlich.
Die Unterfläche des Splintes ist bei allen Dimensionen eben, undoft beinahe glatt zu nennen. Sie zeigt seine, der Länge nach laufende,sehr gedrängte Fasern, welche nie merklich hervortreten, und also auchkeine Unebenheit veranlassen können. Der Splint muß sich sehr leichtvom Holze trennen, weil sich die bei andern Sorten hin iutd wiedervorkommenden, fest ansitzenden Holzsplitter bei der ktegi» niemals finden.Die vorherrschende Farbe der Unterfläche ist meistens ein ziemlich dunk-les oder gesättigtes Zimmtbraun. Diese Farbe geht aber hin und wie-der auch wohl inS Rostbraune über, ja es kommen Stücke vor, wo sichbeide Farben streifig in einander verlieren; seltener ist ein rothlicherAnfing. Manche Slücke finden sich auch mit etwas schmutziger Unterfläcke.
Der Längenbruch ist bei allen Rohren und flachen Stücken ziemlichuneben, nnd an dem Splinte mehr oder weniger splittrig. Die Uegls,bricht von allen Chinasorten der Länge nach am leichtesten, daher finden sichauch bei ihr viele und selbst sehr dicke Röhren, welche häufig sowohl in der