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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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322
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Oliins

Dicke zunehmen. Am gröbsten erscheinen die Fasern und Splitter bei denflachen Stücken, wobei auch die Fläche immer mehr und mehr uneben undendlich auffallend grobsplittrig wird. Die Farbe der Unterfläche nimmt mAllgemeuicn an Kraft ziemlich regelmäßig so zu, daß sie bei den feinenRohren am schwächsten und hellsten, bei den dicken Röhren und flachenStücken am gesättigtesten und dmMsten erscheint. AM allerkrästigsten sinddie freilich nur selten vorkommenden dicken Rinden der Wurzel gefärbt. Diefeinen Röhren sind auf der innern Seite gewöhnlich von rostbrauner Farbe,welcher aber doch schon etwas Roth beigemischt ist. Bei den Mittelröhrenfindet sich im Gänzen dieselbe Färbung, es tritt dabei indessen das Rothe»och Mehr hervor. Die dicken Röhren und flachen Stücke endlich zeigen imAllgemeinen mehr oder weniger die gesättigte braunrothe Farbe, weiche die-ser Sorte eigenthümlich ist. Ganz rein koMmt diese braunrothe Farbe in-dessen sehr selten vor, weil sich gewöhnlich nicht nur ein gelblicher oderbräunlicher Farbenton mit einmischt, sondern die UNterflacbe überhaupt ostetwas schmutzig erscheint, welches von einem fast fchimmelartigen Ueber-zuge herrührt, von dem sie durch Abreiben oder Abschaben befreit »er-den kann. Fährt man mit der Fläche des Fingernagels oder mit einemandern glatten und harten Körper über den Splint hin, so zeigt Mdie dadufch polirte Stelle weit dunkler, als das klebrige.

Der Längenbruch, bei allen Dimensionen nach Verhältniß der Dicke mehroder weniger uneben, zeigt deutlich sowohl die verschiedene innere Farbe derBorke und des Splintes, als auch die Harzlage, welche sich in dem unter»Theile der Borke und in dem obern Theile des Splintes gesammelt bat.Der Querbtuch ist bei feinen Röhren meistens eben, bei Mittelröhrenschon etwas faserig, bei dicken Rohren und flachen Stücken zugleich faserigund splittrig. Alles Fasrige und Splittkige ist aber nur dem Splinte eigen,denn die Borke bricht bei allen Dimensionen entweder ziemlich eben, oderdoch nur hin und wieder auf ungleichen Stellen etwas körnig. Bei die-ser und bei allen andern harzreichen Chinasorten zeigt die Borke g >ivöhnlich einen ebenen, fast glasigen, etwas schimmernden Bruch

Der Geruch der Rinde ist schwach lohartig, erdig, etwas reizend,der Geschmack stark, aber nicht uNanssenehm bitter, zugleich etwas ge-würzhaft und reizend, nicht lange anhaltend.

Das Pulver ist matt Sraunroth.

Die rothe China kommt nur in ganzen Kisten, nie in Seronen vor.Die flachen Stücke sind im Handel die geschätztesten.

Diese Sorte gehört zu denen, welche im Ganzen am wenigstemit Flechten besetzt sind. Folgende' kommen darauf vor: eliioll»cwn

r^liaeral«; Dlislolrema teredrstuin; ?^renula verrucsrloille!, ^rtviäes und ülrcolor; b.^C->Nor» punioe»; psrineli» melsnolevcaund ftlnromorpki-c Linciionse; letztere findet sich aber nur auf l rStamm - und Wurzelrinden.

ASßer best hier aufgeführten kommen auch noch einige andere u