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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Oliina

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dem Namen der Chinarinde vor- die gar nicht zu diesen gehören, auch garnicht von einer 6in<chon» abstammen, sich daher nicht nur in chemischerHinsicht, daß sie nämlich kein Alkalvid enthalten, sondern auch schon durchihr Aeußeres so wesentlich von den Chinarinden unterscheiden, daß sie so-gleich erkannt werden können. Dahingehören: 6Kin» nova, von braunro-lher Farbe, die von ?ortlanäis granäiüora, einer auf Jamaika und Suri-nam wachsenden Pflanze, abgeleitet wird; China von St. Lucie, von Lxo-Ltemms üoribunäum, die nach Batka (Trommsd. Taschenb. 1 828. S. 1.)synonym ist mit Lbi'nL 0. welche unlängst vonBrera als

eine neue Chinarinde unter dem Namen Llüna Kicolorsis ivieder aufgeführtworden, wahrscheinlich aber auch mit der schon früher bekannten L. Dee»-inervder-ilscsmer identisch ist, die nach v. Jacquin vvl^Lrolon ss-brikugum abstammt- nach Andern eine Angusturannde ist u. s. w. Dieletztere gilt für ein Brech - und Purgirmittel- und soll nicht ganz frei vongiftigen Eigenschaften seym GuibourtsPharm. Waarenk, 182-1. k. S.40g.) hat einen gelben krystallinischen Stoff daraus abgeschieden; Nach ei-ner vollständigen Analyse von Pelletier und P etroz (Trommsd. N-I. XII. 1. 1828. S. 159.) enthält sie an auflöslichen Substanzen: i) Chlo-rophyll; L) Wachs; z) eine fette Materie; 4) eine wegen ihrer geringenMenge nicht bestimmbare vegetabilische Saure; 5)eine in WasserunlöslicheMaterie; 6) eine kleine Menge einer bittern Substanz, welche sich auch inder Columbowurzel findet; 7) eine gummige Materie; Die von Batka(Trommsd. N. I. vil. 2. S. 27.) beschriebene Lsicsi-ills sals» ist die-selbe, die er aus Hamburg als LIcornovo rpurm, aus Trieft als Llrinanovs l>r->!ilien5is, und von Oe. Po hl aus Wien als yuina <jo fsjo clsÜLneiro erhalten hat (Taschenb. 1828. S. 10.). Die Rinde stammt nachihm von einem zu dem 6enus Lormibuena K. el ?, gehörigen Baume. 'Als äußere Kennzeichen einer guten Chinarinde lassen sich im Allgemei-nen angeben: eine lebhafte, nicht matte, blaffe, Farbe der äußern und in-nern Seite; regelmäßige Querrisse auf der Oberfläche; der eigenthümlichegewürzhaft dumpfige Geruch, welcher den Flechten zuzuschreiben ist, unddaher zum Belege dient, daß die China nicht zu veraltet ist- und der bit-tere , jedoch nicht widrige Geschmack. Der warme Aufguß der braunenChina ist rein hell und gering rötylich gefärbt, das Decoct ist heiß dunkelbraunroth, erkaltet zeigt es eine starke Milchtrübung. Der Aufguß giebtmit dem schwefelsauren Eisenoxyd eine schöne blaugrüne Farbe, das Decocteine schmutzig grüne Trübung. Das Jnfusum der Königschina ist beinahefarblos, etwas wenig getrübt, das Decoct ist warm röthlichbraun, erkal-tet trübe von Milchkaffeefarbe, und sich dabei nach oben wieder aufhellend;Dies böthe China giebt ein Jnfusum von gelber, ins Röthliche schielenderFarbe; das Decoct ist warm durchscheinend und roth, erkaltet trübe insOrangenfarbene übergehend - mit einem absetzenden ziegelrothen Bodensätze;Die wäßrigen Auszüge guter Chinarinden werden von geistigem und wäßri-gem Galläpfelaufgusse niedergeschlagen (der Niederschlag ist gallnssaures

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