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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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337
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6 iciita virosa 5.07

eine Wurzel jedoch, welche süßer, feuchter und klebriger, auch etwaswurmstichig war, enthielt kein Jnulin.

Stvltze (Bert. Jahrb. XXlll. S. 300.) hat Mittel angezeigt) dieoben angeführte Beimengung mit Bilsenkraukwurzel auch noch im wäßrigenAuszuge zu erkennen. Der Aufguß der reinen Cichorienwnrzel röther dasLackmuspapier nicht, ätzendes Ammoniak scheidet daraus nichts ab, undGalläpfeltinctur wird erst nach einigen Stunden leicht getrübt, und es setzensich später nur wenige weißgraue Flocken ab. Sind hingegen Bilsenkraut-wurzeln beigemischt, so röthet der Auszug daS Lackmuspapier, Aetzammo-niak scheidet weiße Flocken ab, und Galläpfeltinctur trübt den Auszug schonnach kurzer Zeit stark, und nach 24 Stunden setzt sich ein verhältnißmäßigbedeutender bräunlichrother Niederschlag ab.

In der Medicin gilt die Cichorienwurzel als ein die Verdauungbeförderndes Mittel. Der Gebrauch der gebrannten Wurzel als Kaffee-surrogat ist bekannt.

** Liouta vlr-08«. Das Kraut. Wasserschierling.

Abbild. Düsseld. Samml. vfstc. Pflnz. Lief. XII. Taf. s.

Hayne Arzn. Gew. Bd. i. Taf. 37.

8z-st. rexual. LI. V. Orä. 2. Uentanckris Oig^nia.

Orck. nstursl. OmbeUUerLS.

Man findet diese giftige Pflanze in vielen Gegenden Deutschlands instehendem oder langsam fließendem Wasser.

Die Wurzel besteht aus einem eiförmigen, sehr dicken, fleischigen, grü-nen Wurzelstocke, der mit ringförmigen Absätzen bezeichnet ist, und vielestarke weiße Wurzelfasern in horizontaler Richtung ausschickt. Im Innernist dieser Wnrzelstock weiß, in mehrere Fächer abgetheilt, und enthält einengelben, harzigen Saft, der einen starken narkotischen Dust verbreitet. DerStengel ist aufrecht, 4 5 Fuß hoch, rund, gestreift, innen hohl, grün,zuweilen röthlich, mit abstehenden langen Neste». Die Wurzelblätter sindsehr groß, 2 2; Fuß lang, stehen aufrecht auf runden, gestreiften, hoh-len Blattstielen, die an dem länger» untern Theile nackt sind, an der Spitzeaber dreimal gefiedert erscheinen. Die Fiederblättchen der ersten Ordnungsind gestielt, und entspringen paarweise auf der innern mit einer kleinenRinne versehenen Seite des gemeinschaftlichen Blattstiels; die Fiederchender dritten Ordnung sind schmal lancettförmig, scharf gesägt. Die Sten-gelblätter sind abstehend, und nehmen gegen die Spitze der Zweige hin sehran Umfang ab; die obersten sind nur noch doppelt gefiedert. Die weißenBlüthen stehen in 12 iz strahligen, zusammengesetzten, viekblüthigen Dol-den, die vor der Blüthe überhängen. Die gemeinschaftliche Hülle (lnvolu-crum) ist hinfällig, besteht aus einem schmalen linienförmigen BlättclM,oder fehlt ganz; die besondere Hülle ist aus 10 -12 ausdauernden Blätt-chen gebildet. Der Kelch klein, fünfzähnig; die Blumenblätter alle vonDulk's preuß. Pharmak. I. 22