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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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OinnÄdÄris

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allmällg röther, nimmt eine gelatinöse Cvnsistenz an, und erM sehrschnell eine vorzüglich schöne rothe Farbe. Das Gefäß wird dann sogleichvom Feuer genommen, weil beim fortgesetzten Erwärmen die Farbewieder in ein schmutziges Braun verwandelt wird.

Der Zinnober besteht nach Sefström'sVersnchen aus 86 , 2 g kZueck-silber und 13,71 Schwefel, und ist hiernach zusammengesetzt aus 1 At.Quecksilber s— 1265,8rr) und 1 At. Schwefel roi,i65), erhaltalso die Zahl lkg8 ^ 1466,987. Beim Glühen in offener Lust wird erzersetzt, giebt metallisches Quecksilber und schwefligsaures Gas aus. Mitkaustischen, feuerfesten Alkalien, alkalischen Erden, mit den meistenandern Metallen, oder mit ihren Orvden geglüht, wird er zersetzt undin allen diesen Fällen destillirt metallisches Quecksilber über. Er wirdweder von Schwefelsäure, Salpetersäure, Salzsäure, noch von den Auf-lösungen kaustischer Alkalien angegriffen, aber in Königswasser wird eraufgelöst, und mit Chlor verbindet er sich unter Feuererschemung, wo-bei sich Quecksilberchlorid und Chlorschwefel bilden.

Der im Handel vorkommende Zinnober erscheint in mehr oder we-niger ansehnlichen Massen, die aus ftrahlig auseinanderlaufenden Nadelnvon einem grauvivletten metallischen Glänze bestehen, welcher durch Pul-vern und Reiben ins Hochrothe übergeht. Das spec. Gew. ist in,siS.Die Schönheit der rothen Farbe soll durch etwas während des Reibenszugesetzte sehr verdünnte Salpeter - oder Essigsäure sehr erhöht werde».Die größte Vollkommenheit seines äußeren Ansehens erhält er durch dasPräpariren auf dem Reibsteine mit Wasser oder Weingeist, und in diesemZustande giebt er unter dem Namen Vermillon eine schöne rothe Maler-farbe ab, wobei der aus China in Päcken uns zngeführte, die wiederin kleine mit chinesischen Figuren bezeichnete Päckchen enthalten, sichdurch eine sehr hohe und schöne Farbe besonders auszeichnet. Seine Farbewird gemeiniglich um so schöner, je feiner er zertheilt ist.

In der Medicin wurde er sonst zum Färben verschiedener Arzneimittelangewandt; auch ist er zum Räuchern bei spphilitischen Krankheiten empfohlen.

Wenn der Zinnober rein und gut ist, so muß er die erwähnten äußernKennzeichen haben, ferner sich, ohne sich zu zersetzen, und ohne den ge-ringsten Rückstand zu lassen, sublimiren. Verfälschungen, die jedoch nurbei dem präparirten Zinnober vorkommen können, mit Mennige oderDrachenblut oder dergleichen fremdartigen Substanzen würden sich hier-durch leicht erkennen lassen. Ein mit Mennige verfälschter Zinnober hatzum Theil schon an sich nicht eine so schön rothe Farbe, sie schielt mehrins Pomeranzenfarbige, diese wird aber durch Salpetersäure, die brau-nes Hvperoryd bildet, sehr viel dunkler gemacht. Der damit gekochteEssig nimmt einen süßen Geschmack an, und wird durch schwefelwaffec-stoffhaltiges Wasser schwarz niedergeschlagen; vor dem Löthrohr bleibt aufder Kohle ein Bleikorn. Drachenblnt färbt den mit Zinnober digerirtenWeingeist roth, und verbreitet auf Kohlen einen balsamisch - harzigen