6inNS!»0INUM
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Geruch. Braunroch und Ziegelmehl färben die Salzsäure gelb, und sindfeuerbeständig. Rother Arsenik giebt auf glühenden Kohlen Knoblauchs-geruch, welche Verfälschung auch sicherer dadurch entdeckt wird, daß maneinen Theil mit 5 Th. Salzsäure, der etwas Salpetersäure zugemischtworden, digerirt, die Auflösung filtrirt, mit kohlensaurem Kalb dasQuecksilberoryd abscheidet, und die wieder mit Essig gesäuerte filtrirteFlüssigkeit auf Arsenik mit Schwefelwasserstoff, Kupfersalmiak rc. prüft.
6innsinoinum scutnm. ZiMMt.
I-surus 6innsmomrim I-inn. Ein Bckum Ostindiens.
Die innere Rinde der Beste, von braunrother Farbe, sehrangenehmem Gerüche, und süßlich gewürzhastem Geschmacke. Manwähle die dünneren Rinden.
l.»urur LinnÄnwmuin I.Inn. Zimmtlorbeer.
Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lief. XVIII. Taf. r6.
Botan. Magaz. No. 16Z6. als I.. 6srris.
8^!t. sexual. Ll. IX. Orck. 1. Lnnesnärla IVIonoß^ni«.
Orcl. nalural. b-aurinese.
Die Herren Gebrüder Nees v. Eseubeck (Os Linnsmomo O>§-pulstio etc. Lounae 1825.) leiten den Namen des Zimmts aus derchinesischen Sprache ab. Sie nehmen an, daß die Griechen und Römerganze Aeste des Zimmtbaums mit Holz und Rinde gehabt hätten, vondenen man die letztere, weil sie trocken war, nicht mehr abziehen konnte.Als später die von dem frischen Baume abgeschälte Rinde in den Han-del gekommen sey, so habe man dieselbe für einen Theil eines ganz andernGewächses angesehen. Die Unterschiede der Rinden, entlehnt von ihrerDicke, Farbe und andern Merkmalen, seyen erst weit später üblich geworden,als keine ganzen getrockneten Aeste mehr in den Handel kamen n. s. w.
Der Zimmtbaum wächst auf der Insel Ceylon ursprünglich wild, undwird auch dort angebaut; er ist auch auf die Antillen, Cajenne, Jslede France u. s. w. verpflanzt. Bis um die Mitte des 17. Jahrhundertssah man in Europa von dem Zimmtbaum nichts weiter, als dann undwann ein Blatt, oder Fragmente von Aesten; erst Hieronymus v.Beverningk verpflanzte mehrere Däumchen in seinen Garten in Hol-land, wo sie aber in dem harten Winter von 1669 zu Grunde giengen.
Der Stamm erhebt sich in gutem Boden bis zu einer Höhe von 25—50 Fuß, und hält zuweilen i8Zoll im Durchmesser. Die Rinde ist äu-ßerlich graulich, innen röthlich. Die Blätter sind gegenüberstehend, kurz-gestielt, eiförmig-elliptisch, stumpf zugespitzt, 4 —6 Zoll lang und unge-fähr r Zoll breit, durch zwei feinere Seitennerven meistens fünfnervig, obengrün und glänzend, unten aschfarben, grünlich-grau. Die weißlichen Blü-then sitzen mit behaarten Stielen auf einer^Art von schlaffen end- oder ach-