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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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6Ieinst!s

länglich-lancettförmigen, ganzrandigen Blättchen, mit vier- oderfünfblättrigen, weißen, außen nicht filzigen Blumenkronen. ImMonat Juli einzusammeln.

LIemstir erectA Oinn. Aufrechte Waldrebe.

Abbild. Düsseld. Samml. offic. Pflnz. Lief. VI. Taf. is.

Guimp. und v. Schlechtend. Abbild. Taf. 24.

8vr!. rexusl. Ll. XIII. Orck. g. ?o!)-snckria kol^'Z^nis,Orck. natursl. kkLnunculsesae.

Diese Pflanze ist in Spanien, Frankreich, der Schweiz, so wie auchin einigen Gegenden Deutschlands, in Ungarn rc. zu Hause, bei uns wirdsie als Zierpflanze in Gärten gezogen.

Der aufrechte holzige Stengel ist gestreift, glatt, ästig und erreichteine Höhe von r 6 Fuß. Die Blätter find gegenüberstehend und unze-paart-gefiedert, die kleinen Blättchen gleichfalls gegenüberstehend, gestielt,am Grunde herz- oder eiförmig zugespitzt, auf der Oberfläche von dunkel-grüner, auf der untern Fläche von blasser, hellgrüner Farbe; die jungen,etwas feinhaarig. Die Blätter an den Blüthen sind auch gefiedert, ckrkleiner. Die kleinen, weißen, wohlriechenden Blumen bilden an den Spitz!»der Zweige ästige, aufrecht stehende Rispen, beinahe doldenförmig. ArKelch ist 4sblättrig, die Blättchen länglich-Iancettlich, kronenarttg, »ich;die Blumenkrone fehlt.

Das mit den Blüthen eingesammelte Kraut ist geruchlos, besitztaber frisch einen sehr brennenden scharfen Geschmack, erregt im MundeHitze und Brennen, und oft wird die Zunge mit Bläschen bedeckt, diezuletzt in Geschwüre übergehen. Diese Eigenschaften sind an der gelrock,neten Pflanze weit geringer; diese schmeckt mehr zusammenziehend, säu-erlich süß und nur wenig brennend.

Ganz ähnlich verhalten sich die Blätter der gemeinen Waldrebe (Lle-in-ltir Vitslba Oinn.) , welche zuweilen statt der ersteren eingesammelt wer-den, an welchen aber die Blättchen mehr herzförmig, dicker, lederartig,meistens etwas lappig etngeschnitten und mit einer weißen Wolle bedecktsind. Die Blätter der Kriechwaldrebe (Lle/nalir klammula Own.) smdm-ten am Stengel zwar auch gefiedert, gewöhnlich aber nur in drei LaMzertheilt; die obersten sind lancettförmig und ganz «»getheilt. Die sehrscharf und brennend schmeckenden einfachen, nicht gefiederten Blätter des

Sumpfhahnenfußes»(kisnuiiculus kllLmmula Oinn.) sollen ebenfalls Gele-genheit zur Verwechselung geben; sie sind lancettförmig, gerippt, ganzrandlg,zuweilen sageartig gezähnt, nur die Wurzelblätter gestielt, die obern aberam Stengel herunterlaufend. Die Blumen sind einzeln, gelb und glänzend.

Das Wirksame der Waldrebe scheint in der flüchtigen, den Anemonenund Ranunkeln gleichfalls zukommenden Schärfe zu liegen, die auch ncchim getrockneten Kraute merklich ist, welches daher am besten im AufgMangewendet wird. Der frische Saft entwickelt alle Symptome der BeM