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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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ähnlich) zusammengesetzt; Coccusrotb, Carminium; schleimartige Mate-rie, verschieden vvn der Gallerte; durchscheinende häutige Materie; inder Asche kohlensaures Kali, früher mit der organischen Säure verbun-den ; salzs. und schwefels. Kali, kohlens. und Phosphors Kalk. NachJohn (Chem. Schrift. IV. S- 210.): wachsartiges Fett io,n; Farbe-stoff nebst Wasser 50,0; Thierleim 10,5; Thierleim, nur in Kali. löslich,iL,o; häutige Theile 14,0; salzs. Kali und Ammoniak, Kali, Kalk undEisen mit Phosphorsäure vereinigt, 1,5.

Die Cochenille wird in der Pharmacie nur selten, um Zahnlatwer-gen, Tincturen rc. zu färben, häufig aber in der Färberei und zurBereitung des Carmins benutzt. Es kommt bisweilen im Handel auchkünstlich nachgemachte Cochenille vor, doch ist ein solcher Betrug beieiniger Aufmerksamkeit leicht zu entdecken.

**6»vvu1u8 Inäicus. Der Säumen. Kokkelskörner.

IVIsnirperinum Locculur Wall. Fischtödtender Moudsaamen.

Spuon. IVIem'sperinuni Iscnnorum I.run. Rno. Ooccnlus lacu-N 08 UL et suderorur O6. prockr,

Abbild. Düsseld. Samml. vffic. Pflnz. Lief. XI. Taf. 7. 8 .

8SXU»I. 6l. XXII. Orcl. 10. Oioecia Ooäev-cnäriu.

Orcl. nstursl. IVIenispermese. OO. prollr.

Sprengel (Berl. Jahrb. XXUI. 1822. S. 70.) hat schon frühergezeigt, daß die Früchte, welche wir unter dem Namen Locculi inäicikennen, schon vvn den Arabern eingeführt, uud von Avicenua undSerapion unter dem Namen IVlrKerLil5est beschrieben wurden.

Die erste genauere Nachricht über die Mutterpflanze dieser Früchte istvon Hrn. Or, Wallich, Director des botanischen Gartens in Calcutta.Das Vaterland derselben ist Amboina, Celebes und besonders das südlicheMalabar, wo sie in der Nähe der Seeküste vorkommt. Die Wurzel iststark, ästig, holzig, innen gelb und grubig. Der strauchartige Stengelsteigt mit seinen rankenden Blattstielen bis zur Spitze der höchsten Baumeempor, wird im Umfange is18 Zoll dick, und treibt viele lange hän-gende Aeste. Die Blätter sind am Stamme zerstreut, an den Besten ge-nähert, stehen auf Blattstielen von der Länge des Blattes, sind rundlich-herzförmig mit kurzer Spitze, ganzrandig und sehr groß, 812 Zoll lang,und fast eben so breit; sie sind immergrün, fest und lederartig. Die weib-lichen Blüthen stehen in Hangenden, gewöhnlich zu 3 4 vereinigten, 1 2.Fuß langen, zusammengesetzten sparrigen Trauben. Der Kelch der Blumenbesteht aus 2-3 kleinen Blättchen, die Krone aus 6 in 2 Reihen stehendenBlumenblättern, mit deren 3 innern die 3 einsaamigen Fruchtknoten mitzurückgekrümmter Narbe abwechseln. Am Grunde der Fruchtknoten S -10rudimentäre Staubfäden. Die Menge der Trauben mit ihren zahllosenweißen Blüthen, von hohen Bäumen herabhängend, soll einen schönen An-blick gewähren. Diese Blüthen verbreiten einen starken, dem der Berberizen