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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Ooniuin

lings in hohem Grade, und ist, wie alle diese Stoffe, in Wasser, Al-kohol und Aether auflöslich. Der Geruch verliert sich, wenn die Stoffemit einer Säure versetzt werden, tritt aber wieder hervor, wenn mandie Verbindung durch Bittererde zersetzt. Innerlich genommen bewirktedie ätherische Auflösung des Conicins die stärksten, mehrere Tage aus-dauernden Dilatationen der Pupille.

Auch Pe schier will eine Spur einer basischen Substanz gefundenhaben, die auf eine Unze Ertract nur einen Gran betrug. Pfaff hatkein Alkaloid entdecken können. Eben so willPeschier eine eigenthüm-liche Sänre, die in sechsseitigen Prismen krystallisirt, mit Baryt einauflösliches Salz giebt, und die Kalksalze zersetzt, gefunden haben.Trommsdorff (dessen N. I. XII. 2. 1826. S. 49 .) konnte auchaus dem frischen Safte kein Alkaloid erhalten, dagegen scheinen auchseine Versuche die Eigenthümlichkeit der von Pe schier angegebenen Co-niumsaure zu bestätigen, doch wurde in Tr. Versuchen essigsaurer Kalkvon dieser nicht getrübt, auch selbst, nachdem diese mit Kali neutralisittworden war, entstand kein Niederschlag.

Gieseke (Brandes's Archiv XX. 2.1827. S. 97 .) hat das wirksamePrincip des Schierlings aus den Saamen zu gewinnen und darzustellen ver-sucht. Nach diesen Versuchen ist das Schierlingsgist destillirbar, wenn esgleich einen ertractartigen Stoff bildet. Es wurde erhalten, wenn Schier-lingssaamen oder auch der frische ausgepreßte Schierlingssaft, der zum Auf-wallen erhitzt und filtrirt worden war, ersterer mit Magnesiahydrat undWasser, letzterer mit Aetzkalk der Destillation unterworfen wurde, wobei dietubulirte Vorlage durch eine Röhre mit durch Schwefelsäure angesäuertemWasser in Verbindung gesetzt worden war. Das Destillat war anfänglichfarblos, und nahm erst bei fortgesetzter Destillation eine Farbe an, die sichvermehrte, wenn das alkalisch reagirende Destillat dem Lichte ausgesetzt odermit einer Säure neutralisirt wurde. Die Flüchtigkeit dieses Stoffes scheintauf der Gegenwart von freiem Ammoniak (wahrscheinlich Product der mitAetzkalk unternommenen Destillation, ohne welchen Zusatz nur ein farblosesDestillat von fadem Gerüche und Geschmacke erhalten wurde) zu beruhen,denn der eigenthümliche narkotische Geruch verschwand fast gänzlich, wenndas Destillat mit einer Säure gesättigt wurde, in welchem Falle es auchnicht wieder überdestillirte, welches aber erfolgte, wenn freies Ammoniakbeigemischt wurde. Beim Abdampfen des bräunlichen Destillats schied im-mer schwefelst Ammoniak in Krystallen aus. Der ertractartige Stoff wurdedurch Galläpfeltinctur, Brechweinstein, Alkalien und viele Metallsalze nie-dergeschlagen (kann also wohl noch nicht als ein reiner nächster Bestandtheilangesehen werden), wirkte aber auf den thierischen Organismus giftig.

Brandes (Ebend. S. 111.) theilt früher angestellte Versuche zurAusscheidung des Conicins mit. Geistiger Schierlingsauszug wurde nachdem Verdunsten von Wasser aufgenommen, die wäßrige braune Flüssigkeitmir Bittererdehydrat gemischt, und damit zur Trockne verdunstet. Diese