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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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389
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Masse wurde mit Alkohol ausgekocht, aus welchem sich nach eintägiger Ruhekleine spießige Krystalle absetzten, die aber beim Verbrennen einen erdigenRückstand hinterließen. Der Alkohol wurde abdestillirt, der Rückstand betmäßiger Wärme zur Trockne gebracht, und mit einem Gemische aus glei-chen Theilen Aether und Alkohol ausgezogen. Der geistig ätherische Auszugreagirte stark alkalisch, und es blieb nach dem Verdunsten eine hygrosko-pische ertractive Masse, welche den damit geschüttelten Aether gelb färbte,und damit eine Auflösung gab, die sehr stark alkalisch reagirte, und denGeruch des Conicins im höchsten Grade zeigte. In einem Uhrglase ver-dunstet schieden sich an den Seitenwänden wenige kleine gelbe Krystalle ab,die beim Verbrennen noch eine Spur eines festen Rückstandes ließen. Beimferneren Verdunsten blieb eine hell bräunlichgelbe ertractartige Massezurück, in der sich noch kleine, spießige Krystalle bildeten. Diese wurde mitAether ausgezogen, der geringe Rückstand nach dem Verdunsten in Alko-hol aufgenommen, mit einigen Tropfen höchstverdünnter Schwefelsäurevermischt und in einem Uhrgläschen verdunstet. Es bildete sich eine blatt-rige, spießige Masse, welche beim Verbrennen einen sehr starken brenzlich-ammoniakalischen Dunst ausstieß, und keine Spur eines Rückstandes zeigte.

Aus der Hundspetersilie (-4etl>u5s e^napium) hatFi cinus (Kastn.Archiv. XI. 1827. S. 144.) einen krystallisirbaren alkalischen Stoff er-halten, und denselben Cynapin genannt. Dasselbe ist in Wasser undin Weingeist, aber nicht in Aether-löslich, und krystallisirt in rhombi-schen Prismen. Mit Schwefelsaure giebt es ebenfalls ein fauliges Salz.

Der Schierling wird zur Bereitung des eingedickten Saftes undauch im trocknen Zustande zu Umschlägen gebraucht.

Bei Vergiftungen durch Schierling sind Brechmittel, und späterverdünnte vegetabilische Sauren, z. B. Essig, Citronensast u. s. w.,anzuwenden; auch der Wein ist nützlich.

" Lonsolläs insior>. Die Wurzel. Schwarzwurz.

oKminale Oinu. Gemeine Schwarzwurz. Beinwell.

Wallwurzbeinwell.

Abbild. Düffeld. Samml. offlc. Pflnz. Lief. III. Taf. ii.

Hapne Arzn. Gew. Bd. HI. Taf. 37.sexual. LI. V. Orck. 1. psntauckria lVlonog^nig,

Orll. nstural. stsperikoliae.

Diese xerennirende Pflanze wächst fast in ganz Deutschland, an Grä-ben, feuchten Orten, Wiesenbächen u. s. w. Die Stengel sind aufrecht,saftig, i — z Fuß hoch, kantig, sehr ästig, mit steifen Haaren bedeckt.Die Blätter stehen Wechselsweise, sind ziemlich groß, ei-lancettförmig, spitz,am Rande etwas gewellt, und laufen am Grunde an dem Stengel herab.Die weißen oder purpurfarbenen Blüthen stehen in getheilten Aehren amEnde der Aeste und sind schneckenartig eingebogen. Der Kelch ist tief fünf»