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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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390
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theilig, die Blumenkrone einblättrig, keulenförmig, glockig, die Mohre dick,Walzenrund, oben und außen mit fünf Spalten versehen, welche die Mün-dungen der fünf Anhänge des Schlundes sind. Der krugförmige Saumzeigt fünf zurückgeschlagene Zahne. Die fünf Anhänge des Schlundes sindglatt, lancettförmig, am Rande drüsig und wechseln mit den Staubfäden.

Die Wurzel wird zum medicinischen Gebrauche im April eingesam-melt. Sie ist ziemlich lang, walzenförmig, zugespitzt, 1—2 Finger dick,ästig, auswendig schwarz oder dunkelbraun, innerhalb weiß-fleischig, brichtsehr leicht glatt ab, läuft auf dem Bruche schmutzig braun an, besitzteinen süßlich-wäßrigen, sehr schleimigen, dann schwach zusammenziehen-den Geschmack und ist ohne Geruch. Bei gelinder Wärme getrocknet,und eine Zeitlang aufbewahrt, zeigt sie sich inwendig weiß, schwammig,mehlig und ist im Munde sehr klebrig. Sie enthält viel zähen Schleim,dieser ist aber mit Zucker, Eiweißstvff und einem zusammenziehendenStoffe verbunden, und die Abkochung nimmt während des Kochens einerothbraune Farbe an, welche auch nach dem Eindicken das schleimigeErtract behält. Dieses röthet Lackmuspapier, wird in der wäßrigen Auf-lösung durch Weingeist und Säuren verdickt, durch schwefelsaure Eisen-auflösung schwärzlich niedergeschlagen. Aus 1 6 Unzen gepulverter Schwarz-wurzel zieht Weingeist 5z Unze aus und dieser Auszug enthält, außerwenigen Harztheilen, freie Gallussäure und Zuckerstoff.

Blondeau und Plisson (Geiger's Magazin. t 8 S 8 . Januar A.LN-) behandelten die Wallwurzel auf die Art, wie Bacvn die Eibisch-wurzel, reinigten zuletzt die Auszüge mit thierischer Kohle, und erhielteneine krystallinische, völlig farblose Substanz, welche sie, wie das Al>the'i'n, für Asparagin ansahen. (Vergl. eUtkises.)

Die Beinwellwurzel gehört zu den einwickelnden, reizminderndenMitteln, und besitzt zugleich gelind adstringirende Kräfte. Ehedem wurdesie auch zu verschiedenen äußerlichen Arzneimitteln genommen, die zumVernarben und Zusammenheilen (Consolidiren) der Wunden bestimmtwaren, woher sie den Namen Lonroiist, erhalten hat.

**6ontrszcervs. Die Wurzel. Giftwurzel.

Oorsienia Lrsri'Iienü's Brasilianische Dorstenie.

Abbild. Düffeld. Samml. vffic. Pflnz. Lief. XVI. Taf. s-

8)-5t. rexusi. 61. XXI. Orst. 2. lVIonoeoi, Oianstria.

Orst. nstursl. I/rii'oese ckuLL. Dr!!,. Xrtocsrpess.

Nach den neueren Bestimmungen der Herren v. Svir und v. Mar-ti u s ist diese Dorrten!, brArilienris die Mutterpflanze, und nicht die 0 .Lvntra^srrs, .welche bis jetzt dafür galt. Die erstere Pflanze, die in derSprache der Eingebornen Brasiliens 6 »j«pia heißt, wächst auf starkemThonboden in den gebirgigen Gegenden von St. Paul und Minas, wäh-rend die übrigen Arten der Dornen,, den Schatten feuchter Wälder und