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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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396
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rein, so wird sich die Seife mit schwach gelblicher Farbe klar lösen, undauch nach 12 Stunden nur eine Spur eines Niederschlages abgesetzt haben;enthält aber der Balsam nur st- Ricinus- oder eines andern fettenSeles,so ist die Lösung gleich anfangs etwas opalistrend, und nach mehrerenStunden setzen sich weiße Flocken ab. Aetznatrvn wirkt ganz wie Aehkali.Kalk- und Barptwasser wirken sehr wenig ein. Aetzammoniak von o,ggspec. Gew. wirkt wie Aetzlauge. ^ des Ganzen Aetzammoniak macht dasGemisch völlig klar, und dieses bleibt es bis auf ^ des Ganzen, dannentsteht eine vpalisirende, keinesweges jedoch eine stark milchige Trübung.Doch scheidet sich nichts aus, weil die specifischen Gewichte nicht verschie-den sind. Die klare Seife läßt sich mit Wasser mischen; steigt aber derAnsatz über das eigene Gewicht der Seife, so entsteht eine opalisirende,und bei noch größerer Verdünnung eine milchige Flüssigkeit, die Seiftwird zersetzt, der größte Theil des Ammoniaks verbindet sich mit etwasBalsam und löst sich auf, während der übrige Balsam mit einem schwa-chen Ammoniakgehalte ausgeschieden wird. Planche hat das Aetzam-rnoniak als Prüfungsmittel empfohlen auf fette Oele; nämlich i TH. mit3 Th. Balsam, wo eine klare Seife entsteht; ist aber ein fettes Oe!vorhanden, so bleibt die Seife weiß; diese Prüfung ist nach Stolze nuranwendbar, wenn die Menge des fetten Oeles über z beträgt. Salpeter-säure von t,250 spec. Gew. wirkt in der Kälte auf den Balsam langsamein, heftig aber in der Siedehitze und verwandelt ihn unter Entwicke-lung von salvetriger Säure in ein gelbes Harz. Mit der größten Hef-tigkeit aber wirkt die rauchende Salpetersäure. Mit concentrirter Schwe-felsäure nimmt er unter Erhitzung eine hyacinthrothe Farbe an.

Der Copaivabalsam läßt für sich destillirt sein ätherisches Oel sehrlangsam fahren; leichter geschieht dieses bei der Destillation mit Wasser,doch ist auch hier eine 5 — 6 malige Wiederholung erfoderlich. Das destil-lirte Oel hatte ein spec. Gew. von o,gi, den eigenthümlichen Geruch desBalsams, war wafferhell, reagirte säuerlich, mischte sich in allen Verhält-nissen mit wasserfreiem Weingeiste und Aether, auch mit Weingeist von soProcent. Mit concentrirter Schwefel - und Salpetersäure erfolgt eine sehrstarke Erhitzung. Durch zugemischtes Aetzammoniak wurde zwar die saureReaction des Oeles gehoben, doch konnte nach dem Auswaschen und Ab-dampfen keine Spur von Essig-, Benzoll- oder Bernsteinsäure entdecktwerden. Die saure Reaction ist also nachSt 0 lze einem Harzgehalte zuzu-schreiben, den es, obgleich es wafferklar war, dennoch mit übergeführt harte.

Der Rückstand von der Destillation hatte das Ansehen eines steifengelben Harzes, welches in der Auflösung sauer reagirte, und ein braunesschmieriges Harz absetzen ließ, übrigens gegen die Alkalien und Säure» sichwie der Balsam verhielt. Wurde die geistige Auflösung mit Bittererde ge-kocht, so hörte die saure Reagenz bald auf, dock konnte keine Säure(weder Essig -, noch Benzos -, noch Bernsteinsaure) abgeschieden werden,St 0 ltze halt also die saure Reagenz des Harzes für eine Eigenschaft des-