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der Geschmack gewürzhaft, nicht bitter. Er ist ziemlich leicht zerreiblich,und läßt sich leicht mit der Messerspitze schaben. Diese Zerreiblichkeit behälter auch bei den Firnissen bei, und wird deswegen geringer geschätzt, als dervorige. Da die Indianer fast alle durchsichtigen Baumharze Loxslli nen-nen, so ist auch der Copal oft sehr verschieden. Spec. Gew. von i,84Sbis t,iZ 9 .
Der Kopal wird am Feuer weich und etwas elastisch, schmilzt nur beisehr starker Hitze und nicht ohne Zersetzung, und verbreitet dann einen ge-mirzhaften Geruch, giebt aber bei der trocknen Destillation keine Bernstein-säure. Von Alkohol, selbst absolutem, wird er nur höchst unbedeutend auf-gelöst; doch wird die Flüssigkeit durch hinzugegossenes Wasser stark milchig.Veim Kochen mit absolutem Alkohol schwillt er zu einer zähen elastischenSubstanz auf; die Auflöslichkeit desselben wird vermehrt, wenn man ihngepulvert mehrere Monate lang an einem mäßig warmen, luftigen Orteliegen läßt; auch giebt man die Vorschrift, den Kopal in den Dämpfenvon kochendem Alkohol aufzuhängen, worin er nach und nach zergeht, unddann die Flüssigkeit tropft, und diese Auflöslichkeit soll noch befördert wer-den, wenn man Campher im Alkohol aufgelöst hat; doch glückt dies nichtmit allen Arten. In Aether schwillt der Kopal auf, und wird vollständigaufgelöst. Wird Kopal, nachdem er in Aether zu einer sprupdickeu Masseaufgequollen ist, bis zum ansaugenden Kochen erhitzt, und dann mit kleinenMengen heißen Alkohols (von o,82— 91 Procent R. und noch stärkerem)vermischt und umgeschüttelt, so löst sich der Kopal darin zu einer wasser-klaren Flüssigkeit auf, die auf diese Weise verdünnt werden kann. Setztman den Alkohol kalt oder auf einmal zu, so gerinnt die Masse und löstsich nicht weiter auf. Steinöl lost kaum u,oi aus; Rosmarinöl und Ter-penthmöl verhalten sich ähnlich, lösen jedoch etwas mehr auf. Von con-centrirter Schwefelsäure und Salpetersäure wird der Kopal aufgelöst. Auchkaustische Alkalien lösen denselben, besonders mit Hülfe der Wärme, leichtauf, wobei er einen aromatischen, dem Covaivabalsam nicht unähnlichenGeruch verbreitet. Mit kaustischem Ammoniak befeuchtet, schwillt der Kopalzu einer klaren Gelse auf; es sind dieß salzartige Verbindungen desKo-vals mit den Alkalien, daher denn auch zu Terpeuthinöl zugesetztes Ammo-niak, um die Auflöslichkeit des Kopals darin zu befördern, nur eine sehrlangsam trocknende Masse giebt.
Der Gebrauch des Kopals schränkt sich bloß auf die Bereitung derLackfirnisse ein, wobei das oben angegebene Verhalten des Kopals gegenAether und Alkohol zu berücksichtigen ist. Immer ist es nützlich, den feingepulverten Kopal in Papierkapseln flach aufgestreut mehrere Wochen langder Luft auszusetzen, weil er (durch Aufnahme von Sauerstoff?) auflöslicherwird. DaS Verhältniß wird verschieden angegeben. Auf 4 Unzen Kopalkann man 12 Unzen absoluten Alkohol mit 1 Quentchen Campher nehmen,das Gemenge eine Zeit lang schütteln, es dann allmälig bis zum Siedenerhitzen, absetzen lassen, der klar abgegossenen Flüssigkeit eine halbe UnzeDulk's xreuß. Pharmak. I. 26