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tinctur, weshalb die Schwefelsäure als Reagens für den Safran kn die-ser Tinctur benutzt werden kann.
k) Die Salvetersäure ändert die gelbe Farbe der Lösung in Gras-grün um. Alle diese Farbeänderungen werden durch mehr Säure abge-ändert, und durch vieles Wasser zum Verschwinden gebracht.
x) Anhaltende Berührung des Safrans mit Terpenthinöl bleichtdenselben, ohne daß das Oel gefärbt wird.
st) Kali, Kalk und Baryt bilden mit dem Polychroit theils lösliche,theils unlösliche salzartige Gemische.
i) Aeuchfaser bindet dasselbe und wird dadurch gelb gefärbt.
K) Mit dem goldgelben ätherischen Oele des Safrans bildet dasPolychroit eine innige, durch Schwefelsäure unter Aufbrausen zersetzbareVerbindung.
l) In Aether ist es höchst wenig, im Fette, in den fetten und flüch-tigen Oelen gar nicht löslich.
m) Der Geruch ist lieblich, dem Honig ähnlich, sein Geschmack istbitter und stechend, wie der des Safrans, aber in höherem Grade.
n) Die Kohle des Polychroits giebt mit Kali geglüht etwas Blau-säure; die Asche derselben kohlens., schwefelst und salzs. Kali , kvhlens.Kalk- und Talkerde und etwas Eisen.
In 100 Theilen Safran sind nach der Analyse der Herren Bouil-lon Lagrange und Vogel enthalten: Wasser 10; wesentliches Oeldach Lewis) 1,04; Gummi 6 ,so; Eiweiß 6,56; Polychroit, Safran-stoff 65 , 00; wachsartige Materie o,so; parenchymatöser Stoff is,oo;Verlust 6,46. 8. — 10g.
Henry (Trommsd. N. I. VI. 2. S. 65. und Berl. Jahrb.XXIV.1 . I822. S. 166.) stellte eine neue Untersuchung an, und fand das Po-lychroit noch zusammengesetzt aus einer färbenden Materie und einemflüchtigen Oele, welchem letzteren man weit mehr die arzneilichen Eigen-schaften des Safrans zuschreiben müsse. Setzt man nämlich zu einerconcentrirten wäßrigen Auflösung des Polychroits etwas Aetzkali oderAetznatron, so scheidet sich der größte Theil des färbenden Stoffes inFlocken ab, und nur ein kleiner Theil bleibt mit dem flüchtigen Oele unddem Kali vereint in der Flüssigkeit. Auch in dem Safran ist das flüch-tige Oel in so inniger Verbindung mit der färbenden Materie, daß essich durch bloße Destillation nicht abscheiden läßt. Man erhält es ambesten, wenn man eine Unze trocknen Safran mit 8 Unzen gesättigterKochsalzlauge und 4 Unzen ätzender Kalilauge destillirt und für eine guteAbkühlung sorgt. Auf der übergegangenen Flüssigkeit schwimmt das gelb-liche, sehr stark riechende Oel des Safrans, das desselben betragt.
Das von Henry durch Digestion des durch Kochen erhaltenen Safrau-ertracts mit absolutem Alkohol, wodurch Gummi und Eiweißstoff ausge-schieden wurde, und dann auf die oben angegebene Weise bereitete fär-bende Princip hat nun folgende Eigenschaften: es ist pulverig, trocken