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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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419
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Luprurn 4*9

Wir kennen vom Kupfer drei Orydationsstufen: das'Orpdul, dasOryd und das Hpperorpd.

s) Das O r y d u l kommt in der Natur unter dem Namen Rothkupfererzvor; künstlich wird es dadurch gewonnen, daß 5 Th. Kupferoryd mit -i Th.feinen Kupferfeilspänen vermischt und in einem bedeckten Tiegel geglüht wer-den, wobei der früher am s Th. Kupferoryd gebundene Sauerstoff sich gleich-förmig den 4 Th. metallischen Kupfers mittheilt, und hierdurch alles Ku-pfer in den Anstand des Oryduls versetzt wird. Dieses hat eine kupferrotheFarbe. Es wird auch zum Theil gebildet, wenn kaustisches Ammoniak mitmetallischem Kupfer digerirt wird. Diese Auflösung erhält sich in ver-schlossenen Gefäßen ungefärbt, aber an der Lust wird sie orydirt und nimmteine blaue Farbe an. Dieses geschieht mit einer solchen Geschwindigkeit,daß, wenn man in einem etwas feinen Strahle die Flüssigkeit ein paar Fußhoch in ein offenes Gefäß hineingießt, die ausgegvssene ungefärbte Flüssig-keit blau wird, ehe sie in das Gefäß herunterkommt. Legt man in die blaugewordene Flüssigkeit ein Kupferblech hinein und verstopft das Gefäß, soverliert die Flüssigkeit nach einiger Aeit ihreFarbe wieder dadurch, daß dasOryd des Kupfers zum Orydul wieder hergestellt wird, und dieses kannWechselsweise wiederholt werden, so lange das Ammoniak nicht gesättigt ist.Das Kupferorydul besteht aus 88,78 Kupfer und 11,22 Sauerstoff, ist zu-sammengesetzt aus einem Doppelatom Kupfer und i M. Sauerstoff, erhältalso die Aahl du — 891,590.

K) Das Oryd. Man erhält dasselbe sowohl, wenn Kupfer beim freienZutritte der Lust oder des Sauerstoffgases verbrennt, als wenn salpetersau-res oder kohlensaures Kupferoryd durch Glühen zersetzt wird. Es ist kohl-schwarz und behält seine Schwärze im feinsten Pulver bei. Es bildet dieBasis der gewöhnlichen Kupfersalze. Wird eine Auflösung von Kupfer durchEintröpfeln in eine kalte Lauge von kaustischem Kali gefällt, so entsteht einblauer, voluminöser Niederschlag, welcher das Hydrat des Oryds ist (d. h.gebundenes Wasser enthält), welches sich zwar in der Luft erhält, bei derWärme des kochenden Wassers aber zersetzt wird, und schwarzes Oryd giebt.Dieses Kupferorydhydrats bedient man sich, wegen seiner schönen blauenFarbe, als Malerfarbe. Das Kupferoryd wird leicht und mit Wärmeent-wickelung von den Säuren aufgelöst. Im Glühen verbinden sich auch dieAlkalien und alkalischen Erden damit. Kaustisches Ammoniak löst die Salzedes Kupferoryds mit einer schonen dunkelblauen Farbe auf. Von den Oelenwird es mit grüner Farbe aufgelöst, so daß Oel in kupfernen Gefäßen auf-bewahrt, sich davon grün färbt. Das Kupferoryd besteht aus 79,825 Me-tall und 2o,i75 Sauerstoff, d. h. aus i At. Kupfer u. i At. Sauerstoff, und er-hält die Zahl (> — 495,895. Der Kupferhammerfchlag besteht der Haupt-sache nach aus Oryd, enthält aber auch noch orydulirtes u. metallisches Kupfer.

c) Das Hyperoryd. Es ist von The'nard vermittelst des Was-serstoffhyperoryds dargestellt worden, und hat eine dunkel gelbbraune Farbe.

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