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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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6upl'um

menschlichen Organismus äußerst schädlichen Stoffen, denn wenn es gleichim metallischen Zustande von keiner Wirksamkeit seyn mag, so wird es doch,seiner leichten Auflöslichkeit wegen, von dem Magensäfte sehr bald zerfres-sen und in ein schädliches Kupfersalz umgeändert. Der frühere Gebrauchder Knpfecfeile gegen die Wasserscheu ist daher mit Recht, als ein überdemunsicheres Mittel, ganz außer Gebrauch gekommen.

Bei Vergiftungen mit Kupfer sind Brechmittel in der Regel nicht nö-thig, weil die Kupfersalze schon an sich Erbrechen erregen, und größten-theilS schon dadurch aus dem Magen gebracht werden, und es ist nur nö-thig, das Erbrechen durch Trinken warmen Wassers zu erleichtern, unddie Schärfe des Giftes durch ölige Mittel, Butter, Milch und Schleimabzustumpfen. Ist nun der größte Theil ausgeworfen, so werden Alkalien,Schwefelkalk, oder besser, stark mit Schwefelwasserstoff angeschwängertesWasser, die letzten Theile des Kupfersalzes zersetzen, und weniger schädlichmachen. Der vonDuval und Orfila als unzweifelhaftes Gegenmittelempfohlene Zucker ist noch nicht anderweitig als solches bestätigt worden.Ure meint, daß, so wie der Alkohol die Kraft besitzt, in den Aethern diestärkste Salzsäure und Jodinewafferstoffsänre zu neutralisiern, so auch derZucker die Kupfer- und Bleioryde zu nentralisiren vermöge. (Vergl. elerugo.)

Das Kupfer ist die Basis mehrerer in der Medicin und in den Ge-werben gebräuchlicher Salze, bisweilen wird auch zu Versuchen ein chemischreines Kupfer erfodert, welches man durch Niederschlagung aus einer Ku-pferauflösung, z. B, aus einer Lösung des blauen Vitriols, vermittelst ei-ner Eisenplatte erhalten kann. Doch bei weitem häufiger wird das Kupferzur Verfertigung von Geschirren und Gefäßen gebraucht, bei deren Benu-tzung jedoch die größte Vorsicht nöthig ist, damit kein Nachtheil für dieGesundheit daraus entstehe, da, wie bereits erwähnt, das Kupfer nicht nur .an der Luft sich orvdirt, sondern auch mit allen Säuren leicht lösliche Salzebildet, durch welche nicht nur säuerliche und salzige, sondern auch süße undölige Flüssigkeiten, besonders wenn sie darin erkalten, verunreinigt werden.Dasselbe gilt, wenn gleich in geringerem Grade, von den aus Messing ge-fertigten Geschirren. Der Gebrauch kupferner und messingener Geschirre zuPharmaceutischen Zwecken ist daher sehr eingeschränkt, und niemals mußdie darin erhitzte Flüssigkeit bis zum Erkalten stehen bleiben.

Durch die Eigenschaft des Kupfers, mit dem Zinn bei einer weit nie-drigern Temperatur, als zur Schmelzung des Kupfers erfoderlich ist, sichzu verbinden, ist uns ein Mittel an die Hand gegeben, die schädlichen Wir-kungen des Kupfers zu verhüten; es gründet sich nämlich hierauf die Me-thode, Kupfergefäße zu verzinnen. Zu diesem Behufe werden die neuenkupfernen Geschirre erst geschabt oder rauh gemacht, die gebrauchten rechtblank gescheuert, hierauf erhitzt, mit Salmiak gerieben, dem häufig nochetwas Harz zugesetzt wird, und diese Stelle sogleich mit dem geschmolzenen,und zwar dem reinsten englischen Zinne durch neue Wischlappen in Berüh-rung gebracht, und hiermit fortgefahren, bis alle Stellen mit Zinn gehe-