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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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rig bedeckt sind. Der Salmiak dient zur Auflösung des beim Erhitzen ge-bildeten Kupferorpduls, und das Harz wird zugesetzt, um es durch seinenKohlenstoff zu reduciren. Das überflüssige Ainn wird abgestrichen und aus-gegossen. Es adhärirc eine außerordentlich geringe Menge Zinn an demKupfer, und zwar ist sie so gering, daß man sie beinahe für unzureichendhalten möchte, den schädlichen Wirkungen des Kupfers vorzubeugen, wennes nicht allein darauf ankäme, die Berührung der Flüssigkeiten mit demKupfer durch eine wenn auch noch so dünne Schicht eines andern Metalleszu verhindern. Doch müssen auch selbst die gut verzinnten kupfernen Ge-schirre niemals zur Bereitung saurer, säuerlicher, salziger oder öliger, zuminnern Gebrauche bestimmter Arzneien benutzt werden, weil auch selbst beivollständigerVerzinnung durch das dem Ainn etwa beigemischte Blei eineVer-unreinigung herbeigeführt werden kann. Bei unvollkommener Verzinnung,wo also beide Metalle mit der Flüssigkeit in Berührung kommen, kannman diese als eine galvanische Kette bildend ansehen, wodurch zwar dieAuflöslichkeit der Metalle befördert wird, doch kann sich diese größere Auf-löslichkeit nicht, wie man befürchten zu müssen glaubt, auf das Kupfer er-strecken, da sich dieses im negativ elektrischen Zustande (d. h. im Zustandeeiner Säure), das Zinn aber im positiv elektrischen Zustande (d. h. im Zu-stande einer Base), wie schon bei völliger Verzinnung, befinden muß, diesesletztere demnach nur leichter aufgelöst werden wird. Der Erfolg muß hierderselbe seyn, als bei der durch D avy gemachten Entdeckung, das Zerfres-sen des Kupferbeschlages der Schiffe durch das Seewaffer dadurch zu ver-hindern, daß es mit Ainkplatten an verschiedenen Stellen in Berührung ge-setzt wird, wodurch, wie in der galvanischen Kette, das Kupfer in den ne-gativ elektrischen Zustand gesetzt wird. Das Ainn verhält sich aber gegenKupfer ganz ähnlich, wie das Zink, ersteres wird -k- elektrisch, letzteres—elek-trisch, und ist nur hinsichts der Stärke des Gegensatzes verschieden, da eswie bekannt dem Zink nachsteht. Die Wirkung kann mithin nicht an sich,sondern nur hinsichtlich der Stärke verschieden seyn. Um zu sehen, wiediese Ansicht mit der Erfahrung übereinstimme, wurden in einer kupfernenund in einer schlecht verzinnten Pfanne, an welcher das Kupfer schon an.mehreren Stellen sichtbar war, Gemische aus 6 Unzen Wasser und i Unzerohen starken Essigs gleichzeitig erhitzt und eine gleiche Zeit hindurch imSieden erhalten, und dann sogleich ausgegossen. Die Flüssigkeit ü aus derkupfernen Pfanne zeigte schon durch eine grünliche Färbung sich als sehrkupferhaltig, welches durch Aetzammoniak u. Cyaneisenkalium leicht außer al-len Zweifel gesetzt werden konnte. Die Flüssigkeit^ aus der schlecht verzinntenkupfernen Pfanne zeigte nur eine gelbliche Färbung von dem Essig, die durchAetzammoniak zwar etwas dunkler, aber nicht ins Grünliche verändert wurde;Cyaneisenkalium färbte sich nicht rothbraun, sondern schmutzig grünlich, undes setzte sich ein eben so gefärbter Niederschlag ab; Goldauflösung aberbrachte sogleich die schöne Farbe von C a ssi us Gvldpurpur zum Vorschein,wodurch die Gegenwart des Zinnes aufs deutlichste dargethan wurde. Die