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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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431
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DlAitslig H3r

viKitalis. Das Kraut. Purpurfingerhutskraut.

üi^itslis Purpurs» I-inn. Eine zweijährige auf Bergeniu der Schweiz und in Deutschland wachsende Pflanze.

Die länglichen oder länglich - lancettsörmige», an der Basisverdünnten, sitzenden, scharf gekerbten, runzligen, mehr oderweniger filzigen Blätter, von bitterlich scharfem Geschmacke. Esist in der ersten Blüthezeit von in bergigen Gegenden wildwach-senden, nicht vön im Gärten gezogenen Pflanzen zu sammeln.Es werde im Schatten und in vom Lichte entfernten Behälterngetrocknet, auch nicht über ein Jahr aufbewahrt. Vorsichtig auf-zubewahren. Die Gabe bis auf zwei Gran.

Oigitsliz purpuren l.inN. Rother FlNgekhut.

Abbild. Düsseld. Samml. vffic. Pflnz. Lief. III. Taf. s.

Hayne Arzn. Gew. Bd. l. Taf. 45.

Guimp. und Schlechtend. Abb. Taf. ?.

8^rt. rexuLl. LI. XIV. Orck. 2. Oiä^nsmin Xngiorpsrwia.

Orck. nstursl. 8<vkopiiularineae. kl. L.

Der purpurrothe Fingerhut wächst in mehreren Gegenden Deutsch-lands, auf dem Harz, Brocken, in der Schweiz. Man findet ihn häu-fig in steinige», sandigen, bergigen und waldigen Gegenden, an Wegen,an den Rändern der Wälder «nd an Feldern. Seiner schonen Blu-men wegen wird er auch in Gärten zur Zierde gezogen.

Aus einer zweijährigen Wurzel mit vielen langen, dünnen, gelblichenWurzelfasern erhebt sich ein gerader, aufrechter, rundlicher, erst einfa-cher, unter der Jnflorescenz wenig ästiger, weichhaariger, beblätterterStengel. Die Blätter sind abwechselnd, gestielt, eirund oder länglich-eirund, am Blattstiel herablaufend, besonders unten weichhaarig, runz-lig, mit unten vortretendem Ädernetz; die obern Blätter allmälig kleiner,fast sitzend. Die Blumen stehen in einer einseitigen, mit Deckblätternversehenen Traube; die Blüthenstiele sind aufrecht weichyaarig, die Blu-men hängend. Die Blumenkrone glockenförmig, unregelmäßig, amGrunde röhrig - walzenförmig, oben bauchig erweitert, mit kleinem un-regelmäßig vierlappigem Saum; der obere Lappen etwas zurückgebogen,der untere größer, vorgezogen; von rother Farbe (selten weiß), innenauf der untern und auf der äußern Seite mit augenähnlichen Fleckenund einzelnen Haaren besetzt. Staubfäden kürzer als die Krone. Frucht:die aufrechte, eiförmige, spitze, zweiklappige Kapsel weichhaarig, die Schei-dewand durch eine Furche bezeichnet; die beiden Klappen beim Aufsprin-gen mehr oder weniger Zweispaltig; Saamen schmutzig braun, elliptisch.

Diese zu den scharfen Giftpflanzen Deutschlands gehörende Pflanzeblüht im Juni bis August.