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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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436
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OnIosmÄr-s

4.56

Die Stengel des gemelnen Nachtschattens sind kürzer, ungefähr nureinen Fuß lang und eckig; auch haben sie weder den eigenthümlichen Ge-ruch noch Geschmack.

Der wäßrige Auszug der Alfranken hat eine dunkelbraune Farbe,den Geruch derselben, und einen bittern ekelhaften Geschmack, der baldtn einen lange anhaltenden süßen Nachgeschmack übergeht. Lackmuspa-pier wird gerathet.

Nach einer Analyse von Pfaff (Syst. d. IVI»t. ,ne>I. VI. S. so;.)enthalten 1000 Gran getrockneter Bittersüßstengel: i) eigenthümlichen bit-tern Ektractivstvff, von bonigartigem Gerüche, und einem auffallend süßenNachgeschmäcke (Pikro - Glycion) 218,17; thierisch-vegetabilische Materie31,25; grimmigen Ertractivstöff 121,29; Kleber mit grünem Wachs 14,00;grünes Wachs, myrrhenartiges Balsamharz mit einer Spur von Vcnzoestn-re, 27,4; grimmigen Ettractivstoffmitvanilleartigem Geschmacke, etwas Stär-kemehl, und einem Kalksalze aus Schwefelsäure und einer Pflanzensäure,20,0; klees. und Phosphors. Kalk mit Ertractivstoff 40,0; Holzfaser 020,«.§.-- 1091 , 11 . Der bedeutende Uebevschuß rührte von der Schwierigkeit her,die Bestandtheile 1, 2 und 3 im vollkommen trocknen Zustande darzustellen.

Das narkotische Princip scheint bloß in einem sehr flüchtigen Riechstoffezu bestehen, der eigentlich wirksame Bestandtheil ist das Pikro-Glpcivn.

Dessosses (Trommsd. N. I. VI. 2. S. 7 Z. u. Berl. Jahrb. XXlV.1.1822. S. 107 .) hat in der Familie der Nachtschatten ein eigenthümlichesPrincip entdeckt, welches erS 0 lanin nennt. Er erhielt dasselbe aus demSafte der Beeren vvm schwarzen Nachtschatten (8vl->num nigrum) , als erdiesen mit Ammoniak niederschlug, den graulichen Niederschlag auf einemFilter sammelte, ihn aussüßte, und dann mit kochendem starken Weingeisieauszog. Dieser hinterläßt beim Verdampfen das Solanin mit weißer Farbe,wenn die Beeren vollständig reif waren; waren hingegen die Beeren nochgrün, so ertheilt ihm das Chlorophyll eine grüne Färbe, die man nur mitvieler Mühe davon entfernen kann.

Ist das Solanin ganz rein, so stellt es ein weißes Pulver dar, dasder Cholestearine (der in der Galle befindlichen fettwachsartigen Materie)sehr ähnlich ist, keinen Geruch, aber einen gering bittern und ekelerregen-den Geschmack besitzt. Verschluckt man davon einige Atome, so erregtesim Halse einen starken Reiz. Erhitzt man dasselbe bis über loo° C., stfließt es, und erscheint nachher beim Erkalten als eine durchsichtige gelbeMasse. Bei noch stärkerer Hitze wird es zersetzt, es giebt dabei dieselbenProducte, welche die andern keinen Stickstoff enthaltenden Pflanzenkörperliefern, und hinterläßt dabei in verschlossenen Gefäßen einen geringen keh-ligen Rückstand. Es ist unlöslich in kaltem, schwerlöslich in heißem Was-ser, hingegen leicht löslich in Weingeist. Aether löst davon nur eine geringeMenge, und Olivenöl so wie Terpenthinöl lösen gar nichts Merkliches da-von auf. Das Kurkumepapier verändert es nicht, wohl aber das gerötbekeLackmuspaprer, dessen blaue Farbe es wiederherstellt. Mit den Säuren