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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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437
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OulLsmars

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vereinigt es sich selbst in der Kälte leicht, und es giebt damit neutrale Lö-sungen, aus welchen es durch die Kalten in gallertartigen Flocken abgeschie-den wird. Die Schwefel -, Salpeter -, Salz- und Essigsäure sind die ein-zigen Säuren, mit welchen Desfosses versucht hat, das Svlanin zu ver-binden, aber keine dieser Verbindungen lieferte ein krpstallisirbares Salz,sondern sie trocknen alle zu grimmigen, durchsichtigen, nicht zerfließendenund leicht zu pulvernden Massen ein. Bei der Verbindung mit Säurenentwickelt sich die Bitterkeit des Solanins mehr, weil es nun auflöslicherist, und die Verbindung mit der Essigsäure ist von allen die bitterste. Esbedarf, wie alle Pflanzenbasen, nur einer geringen Menge Säure zur Sätti-gung. Das neutrale schwefelsaure Solanin ist zusammengesetzt auS ivo,ngSolanin und ro,ssl Schwefelsäure; das neutrale salzsaure Solanin ausivo,nn Solanin und 6,666 Salzsäure.

Die Beeren des schwarzen Nachtschattens enthalten das Solanin mitAepftlsäure verbunden, welche Säure sich in allen Solaneen findet, und da-her auch in den Beeren der Kartoffel, die viel davon enthalten. Baupfand das Solannr auch in den Erdapfeln; die Knollen enthalten wenigerals die Sprossen, welche auch einen viel schärferen Geschmack haben. Auchdie Stengel und Blätter der Kartoffelpflanze enthalten Solanin, und eindaraus bereitetes Ertract soll in Gaben von - — 2 Gran Uebelbefinden undZittern verursachen, und überhaupt so stark wirken, wie Lxtrsolum Licumv.

Das Solanin macht nun hiernach auch einen Bestandtheil der Bitter-süßstengel aus und zwar sollen nach Desfosses die Stengel weniger da-von enthalten, als die Platter. Der zuckrige Geschmack des Bittersüß rührtnach ihm von einer anderen Materie her, die viel Aehnlichkeit mit derjeni-gen hat, die nach Robiquet in den Snßholzwurzeln enthalten ist, jedochunterscheidet sie sich davon durch einen weniger süßen Geschmack und durcheine alkalische Eigenschaft. Er nennt sieDulcarin. Pelletier glaubtjedoch, dgß sowohl der mehr bittere Geschmack, als auch die alkalischen Eigen-schaften dieser Substanz von etwas ihr anhängendem Solanin herrühren.Sie ist wahrscheinlich mitP fa ff's Pikro-Glycion identisch. Nach PefchierlTronunsd. N. I. XIV. 2. S. 267.; Brandes's Archiv XXIV. S. t5Z.)erhalt man das Solanin am besten, wenn man den durch Ammoniak er-haltenen Niederschlag in destillirtem Essig auflöst, wobei Grünharz und fetteMaterie, die dem Solanin sehr anhängen, zurückbleiben, und dann die Auf-lösung durch Ammoniak zersetzt. Ferner ist nach Peschier in allen Thei-len her Solaneen eine eigenthümliche Säure enthalten (von Desfosses fürAepftlsäure gehalten), welche auf Kalk-, Baryt-, Bittererde-, Eisen-, Ku-pfer- und Ainksalze gar nicht, auf Quecksilber-, Silber- und Bleisalze nurschwach wirkt, in Alkohol auflöslich ist, und mit Kali und Natron pris-matische nicht hygroskopische Salze bildet.

Die Alfranken werden als blutreinigendes Mittel in einer gelinden Ab-kochung, im Ertract oder als Thee verordnet, besonders bei Haurausschlä-gen, indem sie auf die Ausleerungen wirken. Die Beeren sollen so stark