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Abbild. Düsseld. Samml. offic. Pflnz. Lief. Vll. Taf. 10.
8^rt. zexusl. 61. V. Orcl. 2. kentsnäria Oig^nis.
Orcl. NLiursI. VmkellikerLS.
Das Vaterland dieses Doldengewächses ist das Vorgebirge der gutenHoffnung, nach Richard überhaupt Afrika und besonders Aethiopien.
Die Wurzel ist holzig, und der strauchartige, walzenrunde, glatte,ästige Stengel wird a, 5 bis mehrere Fuji hoch. Die 2 und zmal ge-fiederten Blätter sind von zart grüner, etwas bläulicher Farbe, dieBlättchen eiförmig-keilförmig, ziemlich groß, fächerförmig ausgebreitet.Die grünlichgelben Blumen sind alle fruchtbar und einförmig; sie stehenin wenigen, dickten, großen Enddolden, die aus vielen Strahlen, wo-von die mittleren kürzer sind, bestehen. Der Kelch ist bleibend undfünfzähnig; die Krone wird aus fünf lancettförnugen Blumenblätterngebildet; die Frucht besteht in zwei glatten^ länglichen, eiförmigen,vom Rücken her zusammengedrückten, auf dem Rücken dreirippigen, amRande geschärften Akenen.
Alle Theile der frischen Pflanze enthalten einen Milchsaft, der zumTheil von selbst ausschwitzt, größtentheils aber dadurch gewonnen wird,daß man den Stengel über der Wurzel quer durchschneidet, wo dann dieserMilchsaft ausfließt, an der Luft erhärtet und gesammelt wird; auch wirder durch bloße Einschnitte gewonnen, die man einige Zoll über der Erdein die Zweige macht, aus welchen dann eine große Menge Tröpfchenhervorkommen, die sich an der Lust verdichten und gesammelt werden.
Es kommen im Handel zwei Sorten Galbanum vor. Die erste inKörnern ( 6 all>->num in grsnio besteht aus kleinen, höchstens Haselnuß-größen, kugeligen, etwas durchscheinenden, gelblichweißen oder gelbröth-licben unter sich zusammengebackenen Körnern. Dies ist die bessereSorte. Die zweite besteht aus Klumpen, Kuchen oder größeren MassensOsIbonum in inssur) von bald Heller, bald dunkler brauner Farbe,und mit mehr oder weniger weißen Körnern untermischt. Je mehr weiß-liche,Körner, je weniger Saamen und andere Unreinigkeiten in diesenMassen enthalten sind, je reiner und Heller von Farbe sie vorkommen,desto besser und brauchbarer ist die Sorte. Der Unterschied ist wahr-scheinlich der verschiedenen Gewinnungsweise zuzuschreiben.
Ganz verwerflich ist das dunkelbraune, von jenen gelblichen Kör-nern entblößte, sehr schmierige, viele Sagespahne, Saamenkörner, Sani»und andere Unreinigkeiten enthaltende Galbanum, welches oft mit ei-nem schlechten Ammoniakum oder einem andern aus Sicilien kommendenrothen Schleimharze verfälscht ist.
Das Galbanum ist in der Kälte spröde, in der Wärme erweichend,von starkem eigenthümlichen, widrigen Gerüche, und einem bitterlichscharfen erwärmenden Geschmacke. Zum pharmaceutischen Gebrauchemuß es bei Frostkälte gepulvert, und dadurch vou den etwa anhängende»Unreinigkeiten befreit werden.