Oalbanuni
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Das Galbanum gehört seiner Mischung nach zu den Schleimharzen.
Neumann erhielt aus einem Pfunde Mutterharz 6 QuentchenÄtherisches Oel, nebst einem sehr kräftig schmeckenden und riechendendestillieren Wasser.
Fiddechow's Analyse sBerl. Jahrb. 1816. S. 250 .) ist durch dievon Meißner (Trommsd. N. I. l. 1. S. 5 .) sehr ergänzt worden.
Das Mntterharz wurde mit Alkohol ausgezogen, und von diesenTincturen der Alkohol wieder abgezogen. Dieser hatte einen Theil desätherischen Oeles mit sich übergeführt. AuS dem nach völliger Verdun-stung des Weingeistes gebliebenen Rückstände zog Wasser nur eine un-bedeutende Menge von Ertractivstoff mit einer Spur von Aepfelsäureaus. Das Harz selbst war geschmacklos, loste sich in Alkohol und Aetherleicht, in 50 Procent hastigem Weingeiste aber und auch in Mandelölgar nicht auf, und gab mit Salpetersäure behandelt Oralsäure und einegelbe, jedoch nur wenig bittere Substanz.
Der Rückstand wurde nun mit Wasser ausgezogen, wobei die Auf-lösung etwas trübe blieb, und die darin schwimmenden Flocken davongetrennt sich als dem Traganthstoff am nächsten kommend zeigten.
Bei der Destillation von 24 Unzen Wasser über 2000 Gran Galba-nnm, von welchem 8 Unzen übergezogen wurden, folgten nach den er-sten 60 Tropfen ungefärbter wäßriger Flüssigkeit, eine halbe Stundelang Tropfen eines weißen Oeles, welches auf der Oberfläche des schonübergegangenen Wassers schwamm, und endlich mit Oel geschwängertesWasser. Das Galbanumöl war völlig weiß, durchsichtig, von galbanum-artigem, etwas campherähnlichem Gerüche, brennendem, campherarti-gem, hinterher kühlendem und etwas bitterlichem Geschmacke, von 0,912spec. Gew. bei 15° R. Zugleich war Essigsäure mit übergegangen.
Die weißlichgelben Körner dieses Gummiharzes fand Meißnergänzlich aus Gummi bestehend, wahrscheinlich von ätherischem Oeledurchdrungen, welches jedoch gewöhnlich nur bei dem Harze stattfindet.
500 Th. Galbanum gaben: Harz 529; Gummi 115; Traganthstoffg; Ertractivstoff mit Aepfelsäure 1; Oel 17 ; Feuchtigkeit 10; Rückstandvon vegetabilischen Theilen 14 . 8.-495.
Bei der trocknen Destillation giebt das Galbanum kein Ammoniak,aber man erhält aus demselben: ein schön indigblaues Oel, welches sichleicht in Alkohol auflöst, und diesem die blaue Farbe mittheilt. NachFiddechowist das Oel erst grün, dann dunkelblau, später violett undzuletzt geht ein braunrothes stinkendes Oel über.
Nach Pelletier bestehen 100 Tü. Mutterharz aus: Harz 66 , 86 ;Gummi 19,28; holzigen Theilen und Unreinigkeiten 7,52; sauren äpfels.-Kalke eine Spur; ätherisches Oel und Verlust 6,54.
Das Galbanum wird zum innerlichen Gebrauche nur in Pillenfarn'--verordnet; außerdem geht es in mehrere Pflaster ein.