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str ausschied, ferner durch die sehr geringe Löslichkeit in Aether, folglichals eine eigene Modifikation des Wachses zu betrachten ist. Außer dieserweißen wachsähnlichen Materie hatte der Alkohol aus dem Kalkniederschlagegelbfärbenden Stoff aufgenommen. Sollte, fragt Pfaff, das Veratrinder weißen Nieswurzel in Wasser auflöslicher seyn, als das des Sabadill-saamens? (oder sollte es überhaupt verschieden, oder auch durch die Gewin-nungsart verändert worden seyn?)
Die weiße Nieswurzel erregt heftiges Erbrechen und Purgiren, erheischtalso bei etwaniger innerlicher Anwendung die größte Vorsicht, da sie zu denaufs höchste drastischen Arzneistoffen gehört. Bei Vergiftungen damit sindTamarinden, Cremor Tartan, einhüllende und demulcirende Mittel, undder schwarze Kaffee innerlich und in Klystieren als Gegenmittel zu gebrau-chen. Aeußerlich mit Fetten zur Salbe gemacht, hat sich die Wurzel gegenKratze sehr wirksam bewiesest.
HkUkborus Nligki'. Die Wurzel. Schwarze Nieswurzel.lfellakorus NIKSI- Dinn. Eine ausdauernde Pflanze derSchweiz und des südlichen Deutschlands.
Die kurze, wenig dicke, höckerige Wurzel (Wurzelstock), mitzahlreichen, sehr langen, gegen die Basis fast eine Linie dickenWurzelfasern, mit braunschwarzlicher Oberhaut, einer nicht sehrdicken weißen Rinde, und einem feinen aus Bündeln zusammen-gesetzten Holze. Sie wird mit verschiedenen andern Wurzeln ver-wechselt, ist aber durch ihre Länge und Dicke, so wie auch durchdie Menge der Wurzelsasern und den nicht scharfen Geschmack zuerkennen. Mit Vorsicht aufzubewahren.
llelleborus Niger Oinn. Schwarze Nieswurz.
Abbild. Düsseld. Samml. offic. Pflnz. Lief. II. Taf. 20.
Hapue Arzn. Gew. Vd. l. Taf. 7. 8.
8/rt. rexusl. 6!. Xl!I. Orü. 7. ?oI)-Az-nia.
Orcl. natursl. ktsnvnaoistsceae.
Diese Pflanze wächst auf den Pyrenäen, Alpen, Apenninen, inOestreich, Böhmen, Schlesien u. s. w., an Bergen und steinigen, schat-tigen Orten; sie wird auch ihrer frühen schönen Blüthe wegen bei unsiu Gärten gezogen.
Die Wurzel bildet einen rundlichen schwärzlichen Kopf, aus dem dickefleischige Fasern von brännüchschwarzer Farbe hervorkommen. Der Schaftist aufrecht,4—5Zoll hoch, dick, rund, etwas röchlich, einfach oder ga-belförmig am Ende, und trägt gewöhnlich zwei, auch wohl eine Blume.Die immergrünen Blätter erscheinen kurz nach der Blume, sind sämmtlichWurzelblätter, fußförmig, in 7 —8 glatte, verkehrt eiförmig-lancettför-