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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Horöenm

eigenthümlichen Gerstenstoff, den er H or der n nannte, und der dem Stär-kemehle sehr nahe verwandt ist. Er erhielt nämlich durch Auswaschendes Gersteumehls ein Satzmehl, wovon sich nur ein Theil mit kochen-dem Wasser zu Kleister löste, während das Hordem ungelöst blieb. Die-ses erscheint als ein gelbes körniges Pulver, welches bei der trocknenDestillation kein Ammoniak liefert, und beim Keimen der Gerste grvß-tentheils in Stärkemehl verwandelt zu werden scheint. Das Mehl unge-keimter Gerste enthält nach Proust: Hordetn 55; Stärkemehl Z2; inkaltem Wasser auflösliche Materien, Gummi 4; Schleimzucker 5; Kleber,der sich beim Abdampfen des Wassers in Flocken ausschied, 3; gelbesHarz 1. Das Mehl von geleimter Gerste oder das Gerstenmalz ent-hielt: Hordem 15; Stärkemehl 57; in kaltem Wasser lösliche Theile 50.

Ein hoff (Gehlen's I. Vk. S. 62 ) fand die reife Gerste zusam-mengesetzt, aus: Hülse 18,75; Mehl 70,05; Wasser n,20. Das Mehlenthielt faserige Materie (aus Kleber, Stärkemehl und Holzfaser be-stehend) 7,29; Stärkemehl 67,18; Gummi 4,62; Schleimzucker 5,21;Kleber 5,52; Eiweiß 1,15; sauren Phosphorsauren Kalk mit Eiweißstoff0,24; Wasser 9,57; Verlust 1,42.

Fourcroy undVauquelin fanden in 100 Th. 1 Th. eines eigen-thümlichen, durch Weingeist ausziehbaren, grünlichbraunen, dicken LelS,welches dem Gerstenbrote den bittern Geschmack, und dem Branntweineden unangenehmen Fuselgeruch und Geschmack mittheilt; Zucker, Stär-kemehl, thierischen Stoff, der zum Theil in Essig auflöslich ist, MTheil aus glutinösen Flocken besteht, Phosphors. Kalk und Talk, Ei-senoxyd und Kieselerde, oft auch freie Essigsaure.

Nach Berzelius (Lehrb. d. Chem. kll. S. 562.) ist das Mehl derGetreidekörner ein inniges Gemenge aus Pflanzenleim, Pflanzeneiweiß undStärke. Wenn Mehl mit Wasser zu einer Masse gemacht, und diese unterWasser so lange geknetet wird, als dieses noch durch die ausgewascheneStärke milchig wird, so bleibt zuletzt eine graue zusammenhängende, ela-stische, klebrige'Masse, der Kleber, zurück, welcher hauptsächlich aus einemGemenge von Pflanzenleim mit Pflanzeneiweiß besteht, gemengt mit Kleievon den zermahlenen Körnern und in den meisten Fällen auch mit ein we-nig Stärke, die nicht vollständig abgetrennt wurde, so wie auch von jcm»Bestandtheilen etwas mit der Stärke geht. Wird der Gluten oder Klebermit siedendem Alkohol behandelt, und heiß filtrirt, so lange als letztererbeim Erkalten sich trübt, so löst er dabei den Pflanzenleim und Gumminebst einer andern noch nicht recht gekannten Substanz, welche das Trübe-werden der erkaltenden Flüssigkeit bewirkt, auf, und dieses Gemenge wurdevonTaddeials ein neuer Bestandtheil vom Pflanzenreiche angesehen, und

Gliadin(von>X<«, keim) genannt; dasPflanzeneiweiß, Taddei'sA»-

mon(vvn Hefe), bleibt zurück. Wird die alkoholische Auflösungmit Wasser vermischt und der Weingeist abdestillirt, so bleibt eine Flüflig-keit zurück , in welcher der Pflanzenleim in großen, zusammenhängenden