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Die Zubereinmg, welche mit der Wurzel vor ihrer Versendung vvrge.nommeu wird, besteht einzig darin, daß die Wurzel, nachdem sie gereinigtworden, je nach der Größe und dem Umfange, in Querstucke oder Viertelzertheilt, der Länge nach gespalten, oder bei zu geringer Dicke bloß eilige-schnitten und alsdann im Schatten getrocknet wird. Die im Handel vor-kommenden Wurzelstücke sind daher aucssungleich und verschieden gestaltet,bald uugetheilt, kurz, rundlich, ei- oder birnförmig, in halb birnförmigenStücken, bald länglich, oder in mehr oder weniger runde, j bis zZvlldicke Scheiben zerschnitten.Außen smd sie runzlig,dunkelbraun oder schwärz-lich ; das innere Gewebe erkennt mau am besten an den Wurzelstücken; diesehaben dieselbe runzlige Oberhaut, auf der innern Oberfläche sind sie gelb-lichgrau mit schwarzen Adern oder Strichen durchzogen, die aufdenQuer-scheiben der Quere nach, auf den länglichen Stücken der Länge nach con-centrisch sind. Einzeln sind sie von nicht sehr merklichem Gerüche, in Masseaber oder etwas erwärmt zeigen sie einen eigenthümlichen sehr widrigenGeruch. Der Geschmack ist zuerst ebenfalls wenig merklich, dann aber un-angenehm, ekelhaft, scharf bitterlich, kratzend. Die recht trocknen,schweren,dichten, nicht zerbrechlichen, unter dem Hammer oder im Mörser leichtinglänzende, schwärzliche Stückchen zerspringenden und der vielen Harztheilewegen leicht entzündlichen, mit Heller Flamme brennenden Stücke sind diebesten und geben fein gestoßen ein gelbbrännlich-graues Pulver.
Verwerflich sind die leichten, äußerlich hellbraunen,inwendig weißlichenoder blaßgrauen, glanzlosen, so wie die schwammigen, von Würmern zer-fressenen (wobei jedoch das Harz nicht, sondern nur der starkemehlattigeTheil angegriffen wird, die daher zur Gewinnung des Harzes noch gnt be-nutzt werden können), leicht zerbrechlichen, so wie auch die durch Trocknenbei zu starker Hitze beinahe verkohlten Stücke. Man mengt auch wohl sol-che Stücke unter, denen schon ein großer Theil des Harzes durch Weingeistentzogen worden ist; diese erkennt man aber an dem Mangel der glänzen-den Punkte und Streifen, und an der fast durchaus ganz gleich braunenFarbe. Untergemischte Stücke der Aaunrübenwurzel sind an ihren Merk-malen leicht zu erkennen. Büchner (Trommsd. N.I. IV. i. S. Zlv.lsimdeine grobe Verfälschung mit gerösteten Früchten, die mit Jalapentincturgetränkt waren.
Cadet de Gassicourt (Buchn. Repert. VI. S. 22 ) zerlegte dieZalapenwurzel durch Einweichen in kaltem Wasser, wiederholtes Knete»und Durchpressen durch Leinwand. DasHarz bleibtandenHändenzurnck,und wird mit Weingeist abgespühlt. Aus der durchgelaufenen Auflösungder ertractiven Theile setzt sich das Stärkemehl ab. Aus dem Rückständewird der letzte Antheil Harz durch Alkohol ausgezogen, und so bleibt eineholzigeMaterievvn hellgrüner Farbe zurück. Dievom Stärkemehle abge-gossene Flüssigkeit war noch trübe, und ließ sich nur mit Mühe Muren.Beim Erhitzen wurde sie milchig, und beim Kochen setzte sie einen dichte»Niederschlag ab, der auf dem Filter gesammelt und getrocknet sich wie ver-