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Manna
Manns. Manna.
Ein aus der verwundeten Rinde des kvüxinrw rolunclikoüsMtoni, eines in Calabricn und Sicilien häufigen Baumes,tröpfelnder, erhärteter Saft.
Weiße und weißgelbliche bröckliche Klumpen (oder weiße röhri-ge Stücke), zerreiblich, durch die Wärme der Hand zu erweichenund etwas klebrig, in drei Theilen Wasser, in Weingeist mirzum Theil auflöslich, ron süßem Geschmacke und honigartigemGerüche. Vorzuziehen ist die sogenannte lVlnnn« elect-, oderesnnulals, die in gemeinhin röhrigen Stücken vorkommt. Siesey nicht gar zu sehr mit fremdartigen Stoffen, die bei derAuflösung in Wasser erkannt werden, verunreinigt.
Die Manna ist bisher nur auf den Pflanzen der südlicheren Anderausschwitzend, und zwar vorzugsweise aus den zur Gattung b'rzxmu!(61. XXckll. Or<t. L. ?o!g-g»mis Oioecis. Miminese surr. gen. Olei-nae ii. ?orlu§.) gebärenden Gaumen gefunden worden. Doch kommt dieManna nicht ausschließlich auf den Eschen vor. Ehrenberg undHemprich fanden auf ihren Reisen in Asien und Afrika auf der fls-marix insnnikers, einem Strauche auf dem Berge Sinai, ein kleinesInftct, das nach ihnen die Ausschwitzung der Manna bewirkt; sie nann-ten es 6occu§ msnniker. Diese Insecten scheinen eine Ausschwitzung derManna an mehreren Pflanzen der wärmer» Gegenden zu bewirken, wiez. B. an dem Alhagi, einer Art Esparset (»eä^-ssrum). Man hält dieseletztere Ausschwitzung für die Manna der Hebräer, und für dasTemi-jabir der Araber (Avicenna's Siracost). Mehrere andere 6°cci,6l>ermes und rtptzis oder Blattläuse bewirken gleichfalls an verschiedenenPflanzen das Ausschwitzen eines zuckerigen, fest werdenden Saftes. Dermanniksi- auf Bombay und Surate bringt auf einer Art Jas-min Manna hervor. Das Ghez, eine Manna von Khoniar, kommt voneiner Tamariske. Auf der ^rclepiss ^rocer» wird ebenfalls durch denStich eines Jnsects Manna erzeugt. Eben so liefert die Tarfa, eineTamariskenart in Syrien und Arabien, Manna. Eine stark purgirendeManna ist die schneckenförmige von Chorasan in Persien oder das iwr-cliirt-, der Perser. Mannaartige Ausschwitzungen findet man auch zuwei-len auf 6ilru8 ^ursntium, ckuglsnr regis, mehreren Arten von l)uercu!,8->!ix, prunur; pIstnnoilleL, lVIorus m'grs, Lerstonis liiligua,
kicur bengstslenris, Phoenix <lset)-!iker-l, Dilia euroxaea, Listur I->äa-
nikerus, ltsr-icleuin Libiricum, verschkedenen Gras - und Carerarten u. s. w.Auch der Splint der Fichten enthält im Frühjahre eine süße Materie, vonder man auch später im Sommer Spuren findet. Thiersch hat. bemerkt,daß in warmen Sommern süße Tropfen durch die Rinden der Fichten sickern,die gestehen, und in welchen Bär Winkel Mannazucker fand. Ein ähn-