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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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liches Erzeugniß ist die aus dem Lerchenbaume (?mu§ H-'x) aüsschwitzendeBrianyoner Manna, die kleine weißliche Körner bildet, einen terpenthinar-tigen Geruch und süßen harzigen Geschmack besitzt. Hübnerhat Manna-stoff in der Selleriewurzel, Vogel auch in den Blättern der Sellerie nach-gewiesen. Fourcr 0 yund Vauquelin fanden den Mannastoff in dender Essiggahruug unterworfen gewesenen Säften der Zwiebeln und Melo-nen, und da sie ihn nicht aus den frischen Säften abzuscheiden vermochten,so glaubten sie, daß er in diesen Fällen erst bei der Essiggährung gebildetworden sey. Brac 0 nn 0 t erhielt ihn später auch aus gegohrnem Run-kelrübensafte und Guibourt aus gegohrenem Honig. In allen diesenSäften ist jedoch der Mannastoffals präeristirend anzunehmen, und die Ab-scheidung desselben wird nur durch andere Bestandtheile, welche durchdie Währung zerstört werden, verhindert, da der Mannastoff selbst,auch unter den günstigsten Umständen, nicht der Gährung fähig ist,aus der gegohrnen Flüssigkeit also leichter und reiner abgeschieden wer-den kann. (Zusammenstellung mannaartiger Products des Pflanzenreichsi» Geiger's Magazin. XIII. S. 97 . u. 218.; XVM. S- 259.1Die officinelle Manna wird aus der rundblättrigen Esche (krsxinurroiunüikolis) und aus der schönen Esche (l?. 0--NU5. Düsseld. Samml. V.ts.) gewonnen. Nach Campana, Verfasser der ?K»rni»i:opoe» ll'erra-rere, quillt die Manna nur aus ff. Ornus und nicht aus k. rotunclickol!»,und zwar freiwillig oder durch künstliche Einschnitte. Auch nach Pros. Te-nors in Neapel findet das Ausschwitzen der Manna nur nach künstlichenEinschnitten statt, und eS wird als ein Irrthum angegeben, dieses Aus-schwitzen von den Psyllem oder Kermes-Arten abzuleiten. Diese Meinungist indessen auch jetzt uoch beinahe allgemein angenömmen, daß nämlich dieKermesarten, deren es in Sicilien an den Eschen eine Menge giebt, vor-züglich Liess» Orni Olivisr, die Oberhaut, die Zweige und Blätter derBäume durchbohren, daher die Benennung lVIsnn» koliai». Wenn nuneuch hierdurch Manna gewonnen werden mag, so ist es doch völlig gewiß,daß der größte Theil derselben durch Einschnitte gewonnen werde. 2 m Juliund August nämlich macht man horizontale Einschnitte in die Rinde undsammelt den «»Gießenden, klebrigen, wenig gefärbten Saft auf eingesteck-ten rauhen Blättern, auf welchen er bei der Sonnenwärme verdickt, undwodurch er eine rührige Form, oder die Form von Stalaktiten erhält.Man verwahrt diese Manna erst an einem trocknen Orte, und versendetdieselbe hiernach als die feinste Gattung unter der Benennung Röhren-nianna, lVIsnn» csnneÜÄis s. c»nn»I»t». Sie besteht aus weißen,oder weißgelblichen, flachen oder etwas^ rinnenförmigen Stücken von1-6 Zoll Länge und 1—i z Zoll Breite; diese Stücke sind leicht, mürbe,trocken, aus mehreren Lagen zusammengesetzt; sie zeigen inwendig oft einefadenattige Krystallisation, sind leicht auf der Zunge schmelzbar, undhaben einen nicht unangenehmen, süßen, etwas schärflichen, nicht ekel-haften Geschmack, und einen nur schwachen, nicht widrigen Geruch.