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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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Verrührend, den sie auch nach dem Trocknen behalten. Der Geschmackist schleimig bitterlich und etwas scharf.

Vogel (Gilbert's Annalen st.XIV. S. 1 S 3 . und Berl. Zahrb.XXIV. i. S. 180.) hat in den Melilotenblumen Benzoesäure nachgewie-sen. Man erhält diese aus'denselben, wenn man sie mit sehr starkemWeingeiste — am besten ist ganz wasserfreier — in der Wärme aus-zieht, und den Weingeist wieder abdestillirt. Es bleibt hierbei Benzoe-säure nebst einer dunkelgrünen fetten Materie zurück, von welcher maudie erstere durch kochendes Wasser trennen kann. Auffallend ist die gro-ße Menge Asche, welche die Melilotenblumen liefern, 2 Pfund gebennämlich 6 Loth, welche größtenteils aus kohlens. Kalke, Bittererde undSchwefelkalke besteht.

Das Melilotenkrant wird in der Medicin nur noch selten als er-weichendes Mittel zu Umschlägen gebraucht; häufiger wird es seinesangenehmen Geruchs wegen unter den Schnupftaback beigemischt. Durchdiesen Geruch sollen von den Kleidern die Motten, und von den Bet-ten die Wanzen abgehalten werden.

Eine ähnliche Art ist die weiße Melilote (lVlelilstu; vulgsris Willst!Iriioüum IVIelilotur osficinslis stürm. Havne II. 32 .), welche der vorigensehr ähnlich ist, jedoch weiße Blumen hat, die aber weniger stark rieche».

Eine andere bisweilen noch offfcinelle Art ist die blaue Melilote, derblaue Steinklee, Aegyptenkraut (IVstsIiloiur ooerules I.SM.; liigonellrcoerule» Heringe inO6. prostr.; st.otur »störst»), welches in Böhmenund der Schweiz wächst, auch bei uns in Gärten gezogen wird. Esbat blaßblaue Blumen, einen starken und besondern Geruch und einenetwas scharfen Geschmack. Es soll in der Schweiz den grünen Käsen,dem sogenannten Schabzieger, beigemischt werden.

Älkllgs« 86U Melisga citvais. Dsts KkstUt. MkW.

Citroneümelisse.

sVloliisg ossioinslis luinn. Eine perennirende Pflanze desmittägigen Europas, in Garten angebaut.

Ein gewürzhaftes Kraut, von citronenartigem Gerüche, «ntviereckigem Stengel, gegenüberstehenden, gestielten, die unternherzförmigen, die obern eiförmigen, gekerbt-sägeförmigen, borsti-gen Blättern. Im Monat Juni einzusammeln. Die dlep-inLaksria citrsta stürm, unterscheidet sich vornehmlich durch dieunterhalb weißfilzigen Blätter.

lVlelirss ostficinsli! stürm. Citrvnenmelisse.

Abbild. Düffeld. Samml. offic. Pflnz. Lies l. Taf. Ist-Hayne Arzn. Gew. Bd. VI. Taf. ZL.