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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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stülpt. Daß diese Oeffnung bei den gewöhnlichen Moschnsbeuteln «stfehlt, ist nicht zu erklären.

Der Geruch war außerordentlich stark und rein nach Moschus, undnur wenig ammoniakalisch.

Beim Aufschneiden des Beutels zeigte sich nichts Ungewöhnliches,nämlich unter der Ledcrhaut ein ziemlich feines braungefärbtes, durch-scheinendes Aderhäutchen, welches sich von der ersteren leicht lostrennenließ, und den Moschus zunächst bedeckte. Dieses Häutchen besteht wie-der aus zwei Schichten, wie man deutlich sehen kann, wenn mau es inWasser weicht. Der Moschus war von gewöhnlicher schwarzbrauner Far-be, aus rundlichen Klümpchen und dazwischen liegenden etwas hellen,braunen, aufgelockerten, leicht zerreißbaren Häutchen bestehend. Er «rtrocken, ohne jedoch rauh oder pulverig zu seyn, er fühlte sich weich an,und war auf Papier gestrichen gelblichbraun, wie ein Pflanzenertract, durch-aus nicht sandig. Uebrigens sind die Klümpchen und die membranvsen Mil-chen weder unter einander noch iklit dem umschließenden Häutchen irgendwoorganisch verwachsen; es zeigt sich nirgends ein deutliches Zellgewebe.

In Rücksicht der bei diesem ächten Moschusbeutel vorhandenen, durchein Siegel verschlossenen, bei den gewöhnlichen Moschusbeuteln aberfehlenden Oeffnung, ist zu bemerken, daß schon früher Wetzler (Buchn.Slepert. XVI. S. 22s.) bei Moschusbeuteln, deren Inhalt ächt zu semschien, inmitten des Haarscheitels, eine kleine runde Oeffnung von dcrGröße eines großen Stecknadelkopfes, was auch schon Büchner be-merkt hatte, gefunden hat. W. vermuthet, daß durch diese im frische»Zustande des Beutels größere Oeffnung, die durchs Trocknen verengertwerde, der Inhalt des Beutels geleert, und dieser dann wieder gefülltwerde, und es sey wohl denkbar, daß aller im Handel vorkommendeMoschus auf diese Weise durch Künstelei vermehrt, und der lleberschußvon dem asiatischen Lurus verbraucht werde.

Diese Klage über Verfälschung des Moschus, wozu der hohe Preisdesselben hinreichende Anreizung giebt, ist zwar schon sehr alt, leider aberauch nicht ungegründet, denn nicht allein, daß man zur Vermehrung desGewichts Stückchen Blei, oder einen bleiernen Ring von der Größe desBeutels eingenäht, oder, wie ich unlängst in einem Beutel, dessen Inhaltalle Kennzeichen eines unverfälschten Moschus darbot, gefunden habe, Stück-chen Kautschuck, durch eine künstliche Oeffnung hineingesteckt, eine volleDrachme an Gewicht, antrifft, sondern es kommen auch Beutel vor, dieso künstlich wieder zusammengenähet sind, daß man diesen Betrug erst beimDurchschneiden des Beutels bemerken kann. Die häufigste Verfällchung, diezugleich am schwersten zu entdecken ist, besteht in der Vermischung mit ge-trocknetem Blute, welcher der so genannte lVIo-cKur ex veiicir am leichte-sten ausgesetzt ist, daher dieser denn auch nie unverfälscht vorkommen durfte,mit Recht also aus der medicinischen Plans verwiesen wird. Aber auch b"dem lVillLeliu, in veriaiL hat man mit der größtmöglichsten Sorgfalt dar-