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1 (1833) Einfache Mittel / übersetzt und erläutert von Friedr. Phil. Dulk
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auf zu sahen, daß die zum Gebrauche bestimmten Beutel nicht schon änßereKennzeichen künstlicher Behandlung verrathen, weshalb ein vielleicht etwashöherer Preis niemals gescheut werden darf. Dcmohngeachtet wird derApotheker wohl nur selten mit völliger Gewißheit und Ueberzeugung dieAechtheik seines Bisams behaupten können, da oft genug selbst der aus un>verdächtigen Beuteln entleerte Bisam nickt den kräftigen durchdringende»Geruch erkennen läßt, welcher dem Moschus eigenthümlich ist. Die Klageüber schlechten Moschus ist demnach leider oft genug begründet, ohne daßuns Mittel zu Gebote stehen, diesem Uebelstande abzuhelfen. Andrerseitsgeht man aber wohl auch zu weit, wenn man behauptet, daß niemals äch-ter und unverfälschter Moschus vorkomme. Eine ganz vorzügliche SorteMoschus wurde im Jahre 1827 in Hamburg eingebracht, und durch denHandel verbreitet. Derselbe befand sich nach Oberdvrffer (Brandes'sArchiv XXIV. 1828 . S. 258.) in völlig verschlossenen gelb lakirten Origi-nalkistchen von Blei, jedes 20 Beutel enthaltend, gegen 1 Fuß lang und» Fuß breit und hoch, die mit chinesischen Schriftzügen und einer skizzirte»beichnung einer Moschusjagd verziert sind. Die Beutel selbst waren alleungewöhnlich groß, und wogen im Durchschnitte eine Unze, einige nochdrüber. Auf der unbehaarten Seite waren sie mit einem rothen Stempelversehen. Ihre Form und übrige Beschaffenheit stimmte bei den meistenaus - und inwendig mit dem vonBuchncr beschriebenen Beutel überein.Die im Scheitel des Haarwuchses befindliche Oeffnung mit nach innen ver-wachsenen feinen braunen Haaren, die jeder gute Moschusbeutel enthält,zeigte sich verschieden; bei einigen schien sie nach dem Oeffnen des Beutelseine kleine Erbse groß, bei andern dagegen war sie nur von innen gegendas Licht gehalten als ein feiner Nadelstich bemerklich. Inwendig war derMoschus durch das ringsum am Felle anliegende Aderhäutchen eingehüllt.Der Moschus selbst zeigte sich von verschiedener Beschaffenheit; zwei Beutelwaren mit lauter losen, festen, matt glänzenden, dunkel schwarzbraunen,verschiedentlich großen Klümpchen, mit einer geringen Menge einer hell-braunen häutigen Substanz und wenigen weißgelben Haaren untermischt;der dritte Beutel dagegen war ganz mit einer noch ziemlich weichen schwarz-braunen Masse gefüllt, die unregelmäßig mit feinen Häutchen durchwachsenwar; jeder Beutel enthielt gegen z Unze bis s Drachmen reinen Moschus.

In dieser Originalverpackung befanden sich jedoch auch einige genäheteBeutel. Aber auch in ungenäheten und dem äußern Ansehn nach völligungekünstelten Beuteln fand O. ein mehrfach zusammengefaltetes Convoluteiner ziemlich stark häutigen Substanz, eine volle Drachme an Gewicht.

Ein anderer Uebelstand wird ferner dadurchherbeigeführt, daß die Kauf-leute den Moschus, um das Gewicht desselben zu vermehren, an feuchtenOrten aufbeben, und dann in fest verschlossenen blechernen Kasten aufbe-wahren. Hiedurch erleidet aber der Moschus, nach der Bemerkung der Her-ren Vlondeau und Guibourt, wie alle stickstoffhaltige Materien, baldeine Veränderung; es bildet sich Ammoniak, ckieseS wirkt auf den Talgstsff